Wintersport

Ski alpin: ÖSV-Speeddamen trainieren auf Eis für Erfolge im Schnee

Aufs Eis gegangen, um auf Schnee erfolgreich zu sein. Das ist das Motto, unter das Österreichs Speed-Skidamen derzeit ihren Konditionskurs in Kapfenberg gestellt haben.

Ski alpin: ÖSV-Speeddamen trainieren auf Eis für Erfolge im Schnee SN/APA/JOHANN GÖDEL
Trainer Roland Assinger und Kurt Kothbauer. Die Skirennläuferinnen Nicole Schmidhofer, Tamara Tippler, Cornelia Hütter, Ramona Siebenhofer, Kerstin Nicolussi sowie Physio Stefan Simon und Trainer Karlheinz Pichler im Rahmen eines Medientermines des ÖSV-Damen-Abfahrtsteams beim Eislauf- und Eishockeytraining in Kapfenberg am Dienstag, 2. August 2016.

Schon zum zweiten Mal üben sich Elisabeth Görgl, Cornelia Hütter und Co. diesen Sommer in Eishockey, um für den Kampf um Siege und WM-Medaillen noch besser gerüstet zu sein.

"Es ist nicht leicht, die Hände, den Kopf, die Beine, den Schläger und den Puck gleichzeitig auf die Reihe zu kriegen", gestand Hütter nach der schweißtreibenden Hockey-Einheit in der Kapfenberger Eishalle.

Konditionstrainer Kurt Kothbauer erklärte, warum man nach Turnen und Tanzen nun mit den Damen in der Vorbereitung sogar auf Eis gegangen ist. "Es ist einerseits das ideale Heranbringen an eine Gleitsportart, andererseits schult es Dynamik und Spritzigkeit."

Während die Damen-Slalomtruppe demnächst nach Neuseeland fliegt, geht es für Hütter und Co. erst am 1. September zum Speed-Camp nach Chile. Dort dabei sein wird auch Michaela Kirchgasser, deren erste Trainings-Schwerpunkte wegen der Kombi auf dem Speedsektor liegen. Danach trainiert die Salzburgerin wieder vermehrt Slalom.

Wann ist Anna Veith dabei?

Wann Anna Veith wieder voll ins Training einsteigen kann, wird sich zeigen. Nächster Fixpunkt für das weitere Aufbautraining auf Schnee ist Zermatt. Damenchef Jürgen Kriechbaum ist klar, dass der Weg für die rekonvaleszente Weltmeisterin und Olympiasiegerin noch weit ist. "Wenn du in Sölden am Start stehen willst, musst du topfit sein."

Wie Hütter mit deren erstem Weltcupsieg und acht Stockerlplätzen war auch für Tamara Tippler der vergangene Winter mit drei Podiums der bisher beste Winter. "Ich habe aber noch viel zu verbessern", gestand die Steirerin. Ihre Landsfrau Nicole Schmidhofer wird nach überstandener Knieverletzung Mitte August wieder auf Schnee gehen.

Beim Hockey machte Schmidhofer wie die Kapfenberger "Hausherrin" Görgl ("Ich mache nur Dinge, die ich kann") nur einige Übungen mit und ließ das abschließende Match aus. Ramona Siebenhofer gestand danach lachend: "Ich bin beim Eishockey noch grenzenlos überfordert."

Trainiert wird unter dem Damen-Tormann-Nationaltrainer Michael Schmidt sowie einigen Spielerinnen des österreichischen Eishockeyverbandes (ÖEHV). Schmidt hatte in Tamara Tippler ein beachtliches Talent gesichtet. "Gestern hat sie einen Schlagschuss gezeigt, der war nicht ohne. Sie ist fast schon in unserem Team einsetzbar", erklärte der Coach.

Quelle: APA

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