Wintersport

Ski-WM: Saalbach geht leer aus - Neuer Anlauf für WM 2025

Saalbach-Hinterglemm unterliegt bei der Abstimmung um die alpine Ski-WM 2023 mit 6:9 Stimmen gegen Courchevel-Meribel - und nimmt trotzdem positive Dinge aus der Bewerbung mit. Jetzt will man die WM 2025.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel sollte leider recht behalten. "Das wird eine ganz schwere Sache", meinte der ÖSV-Boss, der selbst als FIS-Vorstandsmitglied am Donnerstag an der Abstimmung um die kommenden Ski-Weltmeisterschaften teilgenommen hatte, noch am Vorabend vor der Entscheidung.

Das hat sich dann bestätigt: Die französischen Orte Courchevel & Méribel haben sich mit 9:6 Stimmen gegen Saalbach-Hinterglemm im Kampf um die alpine Ski-WM 2023 durchgesetzt. "Schade, Verlieren liegt uns nicht im Blut und wir hätten es gern umgedreht, aber wir respektieren das Ergebnis und nehmen die positiven Seiten mit." Davon gibt es genug, denn Saalbach-Hinterglemm ist mit einer sehr freundlichen Bewerbung wieder mitten in der Skiwelt aufgetaucht.


Neues Ziel: Die Ski-WM 2025

Das sah auch der Saalbacher Bürgermeister Alois Hasenauer so: "Wir haben in den letzten Monaten einen starkem Auftritt gehabt und sind wieder mitten in der Skiwelt. Ich bin stolz auf mein Team und kann nur sagen, dass wir schon einen Beschluss haben, dass wir uns auch um die nächste Ski-WM 2025 bewerben werden." Die Entscheidung dazu fällt in zwei Jahren beim 52. FIS-Kongress in Marrakesch (Marokko). Dann wird man - auch das ein bemerkenswertes Detail - wieder mit der Unterstützung von Peter Schröcksnadel rechnen können: Der ÖSV-Boss stellt ich am heutigen Freitag der Wiederwahl für den FIS-Vorstand, die Amtsperiode beträgt vier Jahre.

Die weiteren WM-Orte 2023 sind Planica (nordisch), Bakuriani (Georgien/Snowboard und Freestyle) sowie Vikersund (bereits 2022 Skiflug-WM).

ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel und Bartl Gensbichler. SN/erich spiess
ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel und Bartl Gensbichler.

Ein fairer Wahlkampf

"Wir können uns nichts vorwerfen, wir haben ein schlüssiges Konzept mit einem gemeinsamen Zielstadion und eine nachhaltige Bewerbung vorgelegt. Der Rest war nicht mehr in unserer Hand", meinte Salzburgs Landesverbandspräsident Bartl Gensbichler, bei dem natürlich die Enttäuschung überwogen hat, der sich aber als fairer Verlierer gezeigt und den Franzosen spontan zu ihrem Sieg gratuliert hat. Fair waren jedoch auch die Franzosen, der erste Weg des französischen Ski-Präsidenten Michel Vion führte zur Saalbach-Delegation, wo er Gensbichler umarmt hat. "Ihr wart ein großer Gegner, ich bedanke mich für den fairen Wahlkampf."

Schröcksnadel kämpfte bis zuletzt um die Stimmen für die Salzburger. Aber einigen FIS-Delegierten dürfte die Anzahl der Veranstaltungen in Österreich zu hoch geworden sein. Neben 50 bis 60 diversen Weltcups pro Winter fand schon 2013 die alpine WM in Schladming, 2015 die Snowboard-WM am Kreischberg und 2017 die Biathlon-WM in Hochfilzen statt, dazu steigt 2019 die nordische WM in Seefeld. Schröcksnadel: "Dass wir damals für Seefeld den Zuschlag bekommen haben, war eine Sensation, dafür müssen wir halt jetzt zurückstecken."

Leicht wird der zweite Saalbacher Anlauf in zwei Jahren auch nicht werden, denn dann kommt eine starke Schweizer Kandidatur von Crans-Montana hinzu, dazu wohl Vail/Beaver Creek und eventuell der erste Kandidat aus China.

Aufgerufen am 15.12.2019 um 04:38 auf https://www.sn.at/sport/wintersport/ski-wm-saalbach-geht-leer-aus-neuer-anlauf-fuer-wm-2025-28068799

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