Wintersport

Skiathlon: Stadlober als Sechste mit bestem WM-Ergebnis

Von einem Top-Sechs-Platz bei der Nordischen Ski-WM in Lahti hatte Teresa Stadlober geträumt, am Samstag wurde er Realität. Die Salzburgerin lieferte als Sechste im Skiathlon das beste ÖSV-Resultat im Damen-Langlauf seit Bronze von Maria Theurl 1999. Die Norwegerin Marit Björgen eroberte nach der Babypause ihren 15. Titel und ist alleinige Rekord-Weltmeisterin.

Stadlober strahlte nach dem Rennen über 7,5 Kilometer im klassischen und 7,5 Kilometer im Skating-Stil übers ganze Gesicht. Sie hatte sich im Sprint einer Vierer-Gruppe um den vierten Rang noch die Teilnahme an der Siegerehrung gesichert. "Da habe ich noch einmal das Letzte aus mir herausgeholt, ich habe mir gedacht, nur nicht Siebente werden", sagte die 24-Jährige.

Die Ex-Junioren-Weltmeisterin hatte perfektes Material ("Das gesamte Serviceteam hat für mich gearbeitet") und lief von Beginn an unter den ersten zehn mit. "Ich habe gewusst, dass mir die Strecke liegt, aber dass es der sechste Platz wird, hätte ich nicht gedacht. Ich freue mich voll", erklärte Stadlober. Sie bezeichnete ihre Platzierung auch als Belohnung für das gesamte Team. "Und auch für die Seefeld-WM 2019 ist es wichtig."

Ihr Vater und Trainer Alois Stadlober hatte es 1991 ebenfalls als Sechster zu einer Siegerehrung geschafft. "Ich habe gewusst, dass sie gut laufen kann. Dass es gleich im ersten Rennen ein sechster Platz wird, ist super", meinte der Ex-Staffel-Weltmeister. "Das wird Teresa noch mehr motivieren."

Olympiasiegerin Björgen hatte sich etwa nach 9,5 Kilometern mit der Finnin Krista Pärmäkoski abgesetzt und feierte nach einer unwiderstehlichen Attacke auf dem letzten Anstieg einen sicheren Sieg mit 4,8 Sekunden Vorsprung. Dahinter lief die Schwedin Charlotte Kalla (+32,0 Sek.), die Olympia-Zweite 2014 und WM-Dritte 2015, zu Bronze.

Stadlober (+1:05,4 Min.) gelang es in einer Dreier-Gruppe mit der Russin Julia Tschekalewa (7./1:05,7) und der Schweizerin Nathalie von Siebenthal (4./1:05,0) sogar zur Weltcup-Spitzenreiterin Heidi Weng (Norwegen/5./1:05,1) aufzuschließen. Die Radstädterin übertraf ihren 13. Platz von Falun (30 km) deutlich, zeigte keinen Respekt vor großen Namen und war vom Rennen begeistert. "Das war Skiathlon auf höchstem Niveau und ein unglaubliches Tempo von Anfang an", sagte Stadlober. "Wir haben uns in der Gruppe voll gematcht."

Björgen ließ mit dem 15. Titel die Russin Jelena Wälbe um eine Goldmedaille hinter sich. Die 36-Jährige hatte sich nach der Geburt ihres Sohnes im Dezember 2015 im WM-Winter mit vier Siegen zurückgemeldet. "Es ist schwierig, Mutter und Topathletin zu sein. Von der Goldmedaille habe ich seit der Geburt von Marius geträumt, es ist unglaublich", erklärte Björgen. "Als Mutter ist es ganz anders, aber manchmal auch entspannender, wenn man nach einem schlechten Training oder Wettkampf heimkommt und der Sohn lächelt."

Quelle: APA

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