Wintersport

Skiflug-WM: Stefan Kraft hält Medaillenkurs

Stefan Kraft ist zufrieden. SN/APA/AFP/NTB/GEIR OLSEN
Stefan Kraft ist zufrieden.

Die Skiflug-Weltmeisterschaft in Vikersund hat für ÖSV-Adler Stefan Kraft verheißungsvoll begonnen: Der Salzburger liegt nach Tag eins auf dem überdimensionierten Bakken in Norwegen nach Flügen auf 225,5 und 230 Meter auf dem zweiten Zwischenrang, 6,5 Punkte hinter Marius Lindvik (NOR). Kraft hält damit den Medaillenkurs, den er bereits in den Trainings und in der Qualifikation eingeschlagen hat. Am Samstag (16.30 Uhr) fällt in weiteren zwei Durchgängen die Entscheidung.

"Vor allem mein zweiter Flug war richtig gut. Da hat alles zusammengepasst", sagte Kraft, der im ersten Versuch "noch zu sehr am Limit" war und da die mögliche Halbzeitführung aus der Hand gegeben hat. Offensichtlich ist, dass der Team-Olympiasieger und Raw-Air-Gewinner derzeit der beste Skiflieger im Feld ist. Das gilt es nun zu beweisen. Denn Skiflug-Weltmeister war Kraft noch nie. Bisher hängen "nur" zwei Bronzemedaillen von der Heim-WM 2016 am Kulm in seinem Trophäenschrank.

Auch Krafts Kumpel, Trainingspartner und Zimmerkollege, der Wahl-Salzburger Michael Hayböck, hat noch theoretische Medaillenchancen. Hayböck liegt mit 48 Punkten Rückstand auf Rang acht, das sind umgerechnet etwa 40 Meter. Manuel Fettner ist 17., Daniel Huber nach einem völlig misslungenen Sprung auf 141 Meter gar nicht mehr in den Finaldurchgängen dabei und womöglich auch am Sonntag im Teamfliegen nur Zuschauer. Als Ersatz stehen Jan Hörl und Ulrich Wohlgenannt bereit.  Bester Pole ist Jakub Wolny als Zwölfter. Weil die Saison für die skisprungverrückte Nation total enttäuschend verlief, ist Sportdirektor Adam Małysz auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer. Ein aussichtsreicher Kandidat ist polnischen Medienberichten zufolge Alexander Pointner. Der 51-jährige Tiroler könnte damit die Nachfolge von Michal Doležal antreten. Dessen Vertrag läuft Ende April aus. Pointner arbeitete von 2004 bis 2014 bei Österreichs Adlern, mit denen er u. a. vier Weltcup-Gesamtsiege und 32 Medaillen bei Großveranstaltungen gewann.

Bei den Damen steht Sara Marita Kramer unmittelbar vor dem Gewinn des Gesamtweltcups. Hatte sie die Kristallkugel im Vorjahr noch hauchdünn um elf Zähler verpasst, liegt die Salzburgerin vor den finalen zwei Saisonbewerben in Oberhof ganze 195 Punkte vor der Slowenin Nika Križnar voran. In der Qualifikation am Freitag belegte Kramer mit 91,5 Metern Rang acht.

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