Wintersport

Skispringen: ÖSV-Team verliert nach Rang sechs in Oslo die Führung im Nationencup

Ein enttäuschender sechster Platz hat Österreichs Skispringer am Samstag im Teambewerb auf dem Holmenkollen in Oslo die Führung im Nationencup gekostet. Das ÖSV-Quartett Michael Hayböck, Daniel Huber, Gregor Schlierenzauer und Stefan Kraft war nie im Kampf um die Podestplätze dabei. Norwegen siegte mit 997,4 Punkten klar 36,5 Zählern vor Deutschland. Rang drei ging an Slowenien.

Norwegen entschied das Skispringen für sich SN/APA (AFP/NTB Scanpix)/TERJE BEND
Norwegen entschied das Skispringen für sich

Die Deutschen überholten damit vorerst Österreich im Nationencup und liegen nun 58 Punkte vor Stefan Kraft und Co. Gesamt-Weltcup-Leader Kraft steigerte sich zumindest im zweiten Durchgang noch auf 134 m und tankte Selbstvertrauen für den Einzelbewerb am Sonntag (14.30 Uhr/live ORF 1). Zudem hat Kraft in der "Raw Air" (10 Bewerbe inklusive Qualifikation, 16 Sprünge) als Vierter eine gute Ausgangslage.

"Es hat nicht so gut angefangen, dann hat sich leider die Negativspirale ein bisschen durchgezogen und wir sind nicht ganz reingekommen", erklärte Kraft die Teamleistung. "Es ist nicht ganz so einfach, wieder in die richtige Spur zu finden. Darum bin ich froh über meinen letzten Sprung", freute sich der 21-fache Weltcupsieger. Im Vergleich zum ersten Durchgang habe er den Schanzentisch besser erwischt. Für die "Raw Air" sei sein gelungener zweiter Sprung aber "ein positiver Beigeschmack".

"Als Team müssen wir das schnell abhaken und morgen ein gutes Einzel zeigen", gab Kraft das Motto für Sonntag vor. Auch ÖSV-Cheftrainer rätselte etwas über das Abschneiden am Samstag. "Ich habe mir eigentlich auch mehr erwartet, weil die Jungs gut drauf waren." Aber es sei vom Probedurchgang weg, als drei Leute den Sprung verhaut hatten, nicht gelaufen. "Dann haben wir mit einem 112-m-Sprung (Hayböck, Anm.) angefangen und sind vom ersten Moment weg hinten nach gewesen."

In der "Raw Air" ist für Kraft aber noch alles möglich, der Sieger erhält 60.000 Euro. In Führung liegt nach drei von 16 in die Wertung kommenden Sprüngen der Deutsche Constantin Schmid. Viel wichtiger für Kraft ist es, seinen Vorsprung auf Karl Geiger im Gesamt-Weltcup bis zum Saisonfinale in Vikersund auszubauen oder zu halten.

Unterdessen belegte Jacqueline Seifriedsberger mit einem 125,5-m-Satz in der Qualifikation den zweiten Platz. Sie landete exakt vier Punkte vor Weltcup-Leaderin Chiara Hölzl und war damit in der auch zur "Raw Air" zählenden Konkurrenz beste Österreicherin. Der Sieg ging an die Norwegerin Maren Lundby, 12,1 Zähler vor Seifriedsberger.

Ebenfalls in den Top Ten landete noch die Weltcup-Gesamtdritte Eva Pinkelnig als Zehnte, Daniela Iraschko-Stolz wurde Zwölfte. Der Damen-Weltcup-Bewerb geht am Sonntag (17.15 Uhr) auf dem Holmenkollen nach jenem der Herren in Szene.

Quelle: APA

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