Wintersport

Skispringerin Hölzl holt Oberstdorf-Double und Gesamtführung

Chiara Hölzl ist im Skisprung-Weltcup derzeit das Maß aller Dinge. Nach ihrem Triumph am Samstag machte die 22-jährige Salzburgerin am Sonntag ihr Oberstdorf-Double perfekt und übernahm mit ihrem vierten Saisonsieg auch die Führung im Gesamt-Weltcup von der Norwegerin Maren Lundby, die wie tags zuvor Zweite wurde. Die 18-jährige Marita Kramer schaffte als Dritte auch den Sprung auf das Podest.

Für Hölzl war es der vierte Saisonsieg SN/APA (dpa)/Karl-Josef Hildenbrand
Für Hölzl war es der vierte Saisonsieg

Damit wurden acht der bisher elf Einzelbewerbe von Österreicherinnen gewonnen, 20 Mal waren die ÖSV-Athletinnen unter den Top Drei zu finden. Neunmal gelang dieses Kunststück Hölzl, die damit auch in dieser Wertung vor Lundby (8) ist.

"Es fühlt sich unglaublich an, es war ein harter Kampf und ich bin sehr glücklich, dass ich wieder gewinnen konnte", sagte Hölzl. Sie holte ihre vier bisherigen Weltcupsiege allesamt in dieser Saison. Vor Oberstdorf war sie auch schon in Klingenthal und Rasnov ganz oben gestanden. Das zahlt sich auch finanziell aus, ihr Saison-Preisgeld konnte sie auf 33.040 Schweizer Franken (30.895 Euro) erhöhen.

Die Heeressportlerin lag bei schwierigen Bedingungen aufgrund des Regens und wechselnden Windes schon zur Halbzeit in Front. Der 6,4-Punkte-Vorsprung auf ihre Rivalin war die halbe Miete für den Sieg. In der Entscheidung wurde es spannend, am Ende behielt das ÖSV-Ass nach Weiten von 127,5 und 129,0 Metern mit 287,6 Punkten knapp vor Lundby (285,3) die Oberhand.

Die zur Halbzeit siebentplatzierte Kramer (269,8) landete mit einem Respektabstand dahinter. Für die Sapporo-Sensationssiegerin war es der zweite Podestplatz ihrer Karriere. Der gelang dank einem 137-Meter-Satz im zweiten Durchgang. Weiter ist in Oberstdorf nur Hölzl bei ihrem Schanzenrekord (141,5) am Vortag gesprungen.

Hölzl nahm sich ihren engeren Landsmann Stefan Kraft als Beispiel, der mit seinem Sapporo-Sieg am Sonntag bei den Männern ebenfalls die Gesamtführung übernommen hatte, und liegt mit 830 Zählern nun 15 Punkte vor Lundby an der Spitze. Die Dritte Eva Pinkelnig (719) verlor nach einem Sturz samt Skibruch im ersten Durchgang nach einem tollen 131-Meter-Sprung und Tagesrang 13 (233,6) deutlich an Boden. Positiv ist, dass die dreifache Saisonsiegerin auf jener Schanze, auf der sie auch schon im Training 2016 schwer gestürzt war, keine Verletzung davontrug.

Die am Samstag noch drittplatzierte Daniela Iraschko-Stolz (246,3) verpatzte ihren zweiten Sprung und fiel vom vierten auf den achten Rang zurück. Jacqueline Seifriedsberger (229,3) schaffte als 15. auch noch den Sprung unter die Top 15. Das mannschaftliche Ergebnis des herausragenden Skisprung-Teams dieser Saison konnte sich also einmal mehr sehen lassen. Die Voraussetzungen für die anstehenden Heimbewerbe in Hinzenbach am 8. und 9. Februar könnten nicht besser sein.

Quelle: APA

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