Wintersport

Skiveteran Manfred Mölgg Corona-positiv - "mir geht es sehr schlecht"

Der Südtiroler Skirennfahrer Manfred Mölgg ist durch eine Covid-19-Erkrankung außer Gefecht gesetzt. Die Infektion verläuft bei ihm offenbar alles andere als leicht. Mölgg appelliert, Corona ernstzunehmen.

"Mir geht es seit mehr als einer Woche sehr schlecht. Ich bin elend beieinander. Fieber, Husten, Schüttelfrost, Gliederschmerzen - mich hat das ganze Programm voll erwischt", sagte Mölgg gegenüber der Zeitung "Dolomiten" und warnte vor zu leichtfertigem Umgang mit dem Coronavirus.

"Mir soll keiner mehr kommen und sagen, dass Corona auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Das ist viel schlimmer als eine Grippe. Corona ist nicht 'nichts', Corona halte ich für extrem gefährlich."

Seit dem 9. November weiß Manfred Mölgg, dass er corona-positiv ist. Da wurde er getestet, nachdem er vom Skitraining aus dem Schnalstal nach Hause zurückgekehrt ist. Ob er sich dort angesteckt haben könnte oder nicht, ist für Mölgg irrelevant. "Ich führe das Leben eines Profisportlers, und ich habe immer peinlichst genau darauf geschaut, die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Das war bei jedem Training wie zu Hause der Fall, wo ich fast nur Kontakt zu meiner Familie hatte."

Auch Mölggs Eltern haben sich mit dem Coronavirus infiziert, und vor allem um seinen Vater Peter macht sich der 38-jährige Sorgen. Er wird derzeit im Brunecker Krankenhaus gepflegt und betreut.

Nächste Woche wird sich der Manfred Mölgg 38-Jährige demnach einem neuerlichen Test unterziehen. Seine Teilnahme an den Weltcup-Riesentorläufen am 5. und 6. Dezember in Val d'Isere ist ungewiss. Mölgg, gerade erst von einem Kreuzbandriss genesen, glaubt nach Angaben der "Dolomiten" nicht, dass er das schafft: "Das Wichtigste ist, dass ich wieder zu Kräften komme, wieder voll trainieren kann. Diese Erkrankung hat mich viel Kraft gekostet. Sollte in Val d'Isere gefahren werden, starte ich nur, wenn ich kräftemäßig auf der Höhe bin. Ansonsten peile ich die Rennen in Alta Badia am 20. und 21. Dezember an."

Der Schweizer Slalom-Spezialist Reto Schmidiger muss wegen einer Verletzung im linken Knie lange pausieren. Wie Swiss-Ski am Freitag bekannt gab, habe der im Oktober bei einem Trainingssturz verletzte Kitzbühel-Neunte der vergangenen Saison nun doch operiert werden müssen und falle mehrere Monate aus.

Quelle: APA

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