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Ski-WM: Österreich gewinnt Silber im Teambewerb - Gold für die Schweiz

In einer Neuauflage des Olympia-Finales unterliegt Österreich erneut der Schweiz und deren überragenden Läufern Ramon Zenhäusern und Wendy Holdener.

Die Nummer eins der Nationen-Rangliste war am Ende nur die Nummer 2, aber das nahm man im Lager der Österreicher mit großer Freude zur Kenntnis: Im Finale des WM-Teambewerbs unterlag Österreich wie im Vorjahr bei den Olympischen Spielen der Schweiz. Diesmal war es aber eine Herzschlag-Entscheidung: Nach drei Duellen lag Österreich mit 2:1 voran, im letzten Lauf trafen Ramon Zenhäusern (Sz) und Marco Schwarz aufeinander. Zenhäusern zeigte, dass er auch dank seiner Größe der überragende Läufer in dem Format ist und legte just im Finallauf mit 23,23 Sekunden auch noch die Bestzeit hin.

Für Marco Schwarz war es im zweiten Bewerb in nur zwei Tagen bereits die zweite Medaille. "Im Finale hab ich kurz den Stock zwischen die Ski bekommen, aber an die Zeit von Ramon heranzukommen wäre ohnedies sehr schwierig gewesen." Cheftrainer Andreas Puelacher freut sich: "Gegen Zenhäusern und Holdener in dem Bewerb zu bestehen ist schwer, aber wir haben eine starke Leistung gebracht und verdient Silber gewonnen."

Für Österreich im Teambewerb im Einsatz: Katharina Liensberger, Marco Schwarz, Katharina Truppe und Michael Matt. SN/APA/EXPA/Johann Groder
Für Österreich im Teambewerb im Einsatz: Katharina Liensberger, Marco Schwarz, Katharina Truppe und Michael Matt.

Der eigentliche Sieger des Abends war aber der Teambewerb an sich: Der einst belächelte Mannschaftsbewerb bot Spannung bis zum letzten Lauf und viele Teams stellten diesmal auch ihre stärksten Mannschaften auf. Zudem herrschte erstmals echte WM-Stimmung auf den Tribünen, die Hoffnung auf die erste Medaille für Gastgeber Schweden lockte viele Zuschauer an. Doch Schweden unterlag schon im Viertelfinale der Schweiz.

Eine große Überraschung gab es aber schon vor dem Bewerb: Die USA verzichteten auf ein Antreten, damit wurde die Setzliste ordentlich durcheinander gemischt: So traf Österreich statt auf Russland auf Argentinien, das ebenso wenig ein Gegner war wie die Slowakei im Viertelfinale. Die überraschend starken Italiener mit den jungen Technikern Simon Maurberger und Alex Vinatzer forderten dann Österreich im Semifinale, da sprachen aber die jeweils besten Laufzeiten noch für Österreich, im Finale dann für die Schweizer: Holdener und Zenhäusern waren um 0,77 Hundertstelsekunden schneller als Michael Matt und Katharina Truppe.

Katharina Liensberger probierte es als eine der wenigen Läuferinnen mit der Block-Technik. "Aber die Läufe waren relativ langsam gesetzt, da war das nicht immer das beste Rezept. Die Stimmung war heute super und eine Medaille gleich beim ersten Antreten ist auch schön", meinte die Vorarlbergerin, die noch am morgigen Donnerstag im Riesentorlauf und am Samstag im Slalom antreten wird. Der heutige Mittwoch ist der einzige Ruhetag bei der WM.

Infos zum Rennen im Liveticker:

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