Ski-WM 2019 zum WM-Schwerpunkt ...

Fünf Lehren aus diesen zwei WM-Abfahrten

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Fritz Strobl SN/christian sprenger
Fritz Strobl

Es gibt nur ein Wort für diese WM-Abfahrten: Unglaublich. Das aus fünf Gründen.
Erstens: Die Überraschung, dass es bei so schlechter Vorhersage, Wind, Nebel und Schneefall und nach so vielen Verschiebungen noch ein Rennen gab bei den Herren. Und dass die ein wenig auch, dass die Damen-Weltmeisterin und der Herren-Weltmeister zusammen nicht einmal auf die Siegerzeit in Wengen kommen.
Zweitens: Wir haben nun seit 16 Jahren keine WM-Goldene mehr in der Abfahrt. Und das, obwohl wir heuer die größten Chancen seit Langem hatten, wenn man ehrlich ist. Und obwohl man sagen muss, dass Vincent Kriechmayr mit seinen zwei Medaillen gezeigt hat, was er drauf hat, auch wenn noch mehr möglich gewesen wäre. Warum? Weil Åre keine Fehler zulässt. Aber die passierten. Drittens: Wie es die Norweger schaffen, auf den Punkt da zu sein und Gold und Silber abzuholen. Noch dazu nach einem Kitzbühel-Rennen voll Pleiten und Pannen, mit Rücktritt und Handbruch. Ich bin selbst einmal mit so einer Verletzung gefahren, weiß, was Kjetil Jansrud geleistet hat. Und Aksel? Zwei Hundertstel hinten, das ist ja nichts. Hut ab, dass man beim letzten Rennen so riskiert - bei seiner ersten WM-Goldenen in Åre 2007 war ich ja noch dabei.
Viertens: Lindsey Vonn schafft es immer wieder, auf sich aufmerksam zu machen. Ich habe mich nach ihrem Sturz im Super-G gefragt, wie das gehen soll. Aber sie hat wieder alles auf den Tisch gelegt, das ist einfach nur gewaltig.
Fünftens: Dass unsere Damen ohne Medaille blieben. Vielleicht war die Euphorie nach der gewaltigen Saison und dem ersten Training zu hoch.

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