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Vincent Kriechmayr setzt Fokus nun auf die Super-G-Kugel

Vincent Kriechmayr hat am Dienstag "voll zufrieden" die Heimreise von den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Aare angetreten. "Jetzt freue ich mich auf daheim. Das Ziel war eine Medaille, jetzt habe ich zwei", sagte der Oberösterreicher, der sich darüber freut, dass so viele mit ihm mitfeiern wollen, er dies am liebsten aber erst nach Saisonende machen würde. Denn er hat noch einiges vor.

Mit zwei Medaillen kehrt man gerne heim SN/APA (EXPA)/EXPA/JOHANN GRODER
Mit zwei Medaillen kehrt man gerne heim

Zuerst wird Kriechmayr einmal die Ruhe daheim genießen, da wird auch das Nachdenken einsetzen, denn Super-G-Silber und Abfahrts-Bronze in Schweden hat er noch immer nicht ganz verinnerlicht. Er ist übrigens der erste österreichische Rennläufer seit Michael Walchhofer 2005 in Bormio - ebenfalls Silber im Super-G und Bronze in der Abfahrt -, der zwei Speedmedaillen bei einer WM-Auflage gewonnen hat.

"Mal ein bisschen runterkommen, ich werde ein bisserl schlafen, es war doch immer sehr viel Stress, sehr viel Druck", sagte Kriechmayr nach Platz 17 in der Kombination. "Natürlich hätte ich mich im Slalom gerne ein bisschen besser präsentiert, aber es war nicht leicht. Natürlich wäre es möglich gewesen, aber die anderen waren besser."

Die Möglichkeit, die Medaillenbilanz aufzubessern, wird Kriechmayr auch in Zukunft nützen wollen. "Ich hoffe, es war nicht mein letztes Großereignis, das möchte ich schon noch einmal toppen." Besonders wertvoll ist für ihn auch, dass eine kleine Abordnung rund um seine Eltern nach Aare gereist war. "Sicher sind Medaillen und alles schön, aber wenn man die Leute stolz machen kann und sieht, wie sie sich mit einem mitfreuen, ist das natürlich viel schöner als eine Medaille."

Noch hat er keine Ahnung, ob ihn zu Hause in Gramastetten ein Empfang erwarten wird. Geht es nach ihm, dürfte dies ruhig noch um ein paar Wochen verschoben worden. "Ich weiß nicht, was daheim geplant wird, aber es sind noch sehr wichtige Rennen am Programm. Jetzt ist jeder Tag, an dem ich meine Ruhe habe, wichtig. Mir wäre es wesentlich lieber, wenn im März einmal alle zusammenkommen. Wenn man einen Tag findet, wo man richtig feiern kann, das wäre wesentlich angenehmer."

Für Kriechmayr geht es noch um eine kleine Kristallkugel, im Super-G führt er mit 236 Punkten vor Olympiasieger Matthias Mayer (233), dem Südtiroler Weltmeister Dominik Paris (230) und dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde (227), in Bansko, Kvitfjell und Soldeu sind noch Rennen angesetzt. "Da liegt der Fokus drauf." Diese Kugel würde für ihn einen sehr hohe Stellenwert haben.

Erstmals seit 2008 und Hannes Reichelt im Super-G sowie 2012 und Klaus Kröll in der Abfahrt könnte es wieder mit einer Speed-Kugel klappen. Die Abfahrtswertung hat Kriechmayr allerdings bereits abgeschrieben. "Habe ich in Kitzbühel liegengelassen", meinte der Wengen-Sieger. Der Schweizer Beat Feuz liegt mit 420 Punkten vor Paris (320), Christof Innerhofer (ITA/260) und dem Österreicher (249).

Quelle: APA

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