Die Causa Luitz ist eine Farce

Egal, wer am Ende auf Platz eins geführt wird, gibt es nur Verlierer. Es ist allzu verständlich, dass Marcel Hirscher diesen Sieg nicht erben will.

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Standpunkt Christian Mortsch

Der Skiweltverband FIS hat Stefan Luitz, den Sieger des Riesentorlaufs von Beaver Creek, nun disqualifiziert. Mehr als fünf Wochen nach dem Rennen. Und es scheint nur ein vorläufiges Ergebnis zu sein. Denn wird Luitz' Antrag auf einstweilige Aussetzung der Disqualifikation stattgegeben, dann landet der Fall vor dem Sportgerichtshof CAS. Es vergehen weitere Wochen, bis das Urteil in letzter Instanz steht. Vielleicht überhaupt erst, wenn der Weltcup entschieden ist?

Egal wer am Ende auf Platz eins steht, gibt es nur Verlierer. Luitz sieht sich als Opfer, weil die Inhalation von Flaschensauerstoff vom Deutschen Skiverband als erlaubt eingeschätzt wurde. Dieser sieht sich von Experten falsch beraten. Diese wiederum berufen sich auf die Welt-Anti-Doping-Agentur
WADA, welche das Inhalieren von Sauerstoff nicht ahndet. Im Gegensatz zur FIS, die die "Disqualifikation bedauert". Und Marcel Hirscher, der den Sieg vorläufig erbt? Der hat mehrfach betont, dass er sich einen Erfolg am grünen Tisch ersparen will. Das alles ist nichts anderes als eine riesige Farce.

Aufgerufen am 23.01.2019 um 02:04 auf https://www.sn.at/sport/wintersport/standpunkt-die-causa-luitz-ist-eine-farce-63873904

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