Wintersport

Starauflauf in Salzburg ist der Startschuss in den Skiwinter

Interviews, Autogrammstunden, Modenschau: Die ÖSV-Wintersportler lieferten im Europark den Fans einen Vorgeschmack auf die heimischen Weltcup-Highlights. Und ließen auch mit Neuigkeiten aufhorchen.

Wenn eine wahre Armada an rot-weiß-roten Skistars die Bühne im Salzburger Europark erobert und das Shoppingcenter aus allen Nähten zu platzen droht, dann ist klar: Der nächste Winter ist nicht mehr weit. Zum fünften Mal gastierte der Österreichische Skiverband mit seinen prominentesten Athleten am Freitagabend in Salzburg, um die neusten Rennanzüge und Fanartikel zu präsentieren. Hunderte Schaulustige beobachteten das bunte Treiben auf dem Theaterplatz, bei den Kids waren Autogramme und Selfies mit den ÖSV-Stars besonders begehrt.

"Diese Veranstaltung ist eine super Sache für uns, ein echter Publikumsmagnet", sagte Centermanager Manuel Mayer, der den Skiverband auch 2020 gern wieder begrüßen würde. "Denn das Thema Wintersport hat ja nicht nur hier in unserem Haus, sondern auch in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert", betonte Mayer.

Warum bemüht sich gerade ein Shoppingcenter darum, die ÖSV-Stars zu präsentieren? "Wir verstehen den Europark ja nicht nur als Einkaufszentrum, sondern als pulsierenden öffentlichen Raum. Wir wollen den Leuten eine qualitativ hochwertige Zeit bieten, ein Erlebnis, und dazu gehört auch Entertainment", erklärte Mayer.

Stars tauschen Skipiste mit Laufsteg

Unterstützt von professionellen Models präsentierten die Athleten die Bekleidungslinien der ÖSV-Ausrüster Schöffel, Löffler und Rehall. Dabei dominieren die Farben Rot und Weiß, wobei der Weißanteil im Vergleich zu den vergangenen Jahren etwas erhöht wurde. Dazu kommen vereinzelt Grautöne. Gänzlich unverändert geblieben sind die Rennanzüge der Alpinstars.

Gewöhnt ist man mittlerweile auch an den Sieger bei der Wahl zum beliebtesten Skifahrer. Der zurückgetretene Superstar Marcel Hirscher wurde (in Abwesenheit) mit der goldenen Teekanne ausgezeichnet. Bei den Alpin-Damen gewann Nicole Schmidhofer, bei den Nordischen einmal mehr Skispringer Stefan Kraft. Kombinierer Franz-Josef Rehrl wurde in dem Onlinevoting zum Aufsteiger der Saison gewählt, der 26-Jährige erhielt die Teekanne in Silber.

Bereits in zwei Wochen verlagert sich das Entertainment dann nach Sölden. Der alpine Rennauftakt ist der Startschuss für eine Reihe an heimischen Weltcupveranstaltungen. Der Skizirkus der Damen und Herren macht je vier Mal in Österreich Station.

Der Startschuss erfolgt am 26. (Damen) und 27. Oktober (Herren) mit dem Riesentorlauf auf dem Söldener Gletscher. Zwischen Weihnachten und Neujahr sind die Technikerinnen mit Riesentorlauf und Slalom (28./29. Dezember) in Lienz zu Gast. Dann ist Salzburg an der Reihe: Am 11. und 12. Jänner (Abfahrt und Kombination) feiert Zauchensee sein Weltcup-Comeback. Nur zwei Tage später steigt der Nachtslalom in Flachau. Die letzte Jännerwoche stellt den Höhepunkt der Herren in der Saison ohne Großereignis dar. Von 24. bis 26. Jänner werden die Hahnenkammrennen mit Super G, Abfahrt und Slalom in Kitzbühel zelebriert, ehe der Tross weiter zum Nachtslalom nach Schladming (28.) zieht. Den rot-weiß-roten Abschluss bildet Hinterstoder mit Super G (29. Februar) und Kombination (1. März).

Ein bewegter Sommer für Reichelt und Veith

Bei den Speedrennen wird auch Hannes Reichelt am Start stehen. Ein mehr als bewegter Sommer liegt hinter dem Salzburger Abfahrtsroutinier. Nach Dopinganschuldigungen, die Ende Mai gegen ihn erhoben worden sind, gab es nun erstmals Entwarnung. "Gestern habe ich von meinem Anwalt meine beiden Handys zurückbekommen. Die Daten wurden ausgewertet und ich warte jetzt nur noch auf die Einstellung des Verfahrens - und je früher das passiert, desto besser." Dass dies fünf Monate gedauert habe, sei eine gewaltige Belastung für ihn gewesen, aber auch lehrreich. "Wenn ich meine Kollegen im Sommertraining über Probleme und Problemchen reden hörte, dann dachte ich mir nur: "Ihr wisst ja gar nicht, was echte Probleme sind."

Auch Anna Veith hat Monate der Ungewissheit hinter sich und sieht nun wie Reichelt Licht am Ende des Tunnels. Nach ihrem Kreuzbandriss, der x-ten Verletzung in den vergangenen vier Jahren, sieht sie sich wieder auf einem guten Weg, nachdem sie im Mai noch über ein Karriereende nachdenken musste. "Ich fühle mich jetzt wieder fit, muss aber die Schneetrainings in den nächsten Wochen abwarten um abzusehen, wann ich in den Weltcup einsteige." Der Auftakt in Sölden ist definitiv kein Thema, ebenso spielt der Gesamtweltcup keine Rolle mehr in den Überlegungen der Salzburgerin. "Ich werde mich auf den Riesentorlauf und den Super G konzentrieren und die Abfahrt so gut es geht weglassen", sagte die zweifache Gewinnerin der großen Kristallkugel. Anfang Dezember in Nordamerika will Veith ihr Comeback geben.



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