Wintersport

Streif: Dem Schreckgespenst wird der Kampf angesagt

Adaptionen am Hausberg sollen nach der Sturzorgie von 2016 die Streif entschärfen.

Anfahrt und Ausfahrt der Hausbergkante wurden adaptiert. SN/gepa pictures
Anfahrt und Ausfahrt der Hausbergkante wurden adaptiert.

Ganz vertreiben wird man es nie, heuer ist das Schreck gespenst über der Streif nach den Stürzen mit ihren fatalen Folgen aus dem Vorjahr aber besonders präsent. Die Bilder, als Aksel Lund Svindal, Hannes Reichelt und Co. von der schwierigsten und gefährlichsten Abfahrt abgeworfen wurden, haben sich ins Gedächtnis gebrannt. Die Fahrer haben es aufgearbeitet, die Veranstalter Maßnahmen ergriffen, um ab dem heutigen ersten Training (11.20 Uhr/live ORF eins) für rein sportliche Schlagzeilen zu sorgen.

So gibt es im Bereich der Hausbergkante, der letztjährigen Gefahrenstelle, mehrere Adaptierungen. "Wir haben oberhalb der Kante einen Linksschwung eingebaut, um die Geschwindigkeit zu reduzieren", erklärt Hannes Trinkl, FIS-Rennleiter für die Abfahrt. Installiert wurde vor der folgenden Schrägfahrt außerdem ein Scheinwerfer, der bei schlechter Sicht für zusätzliche Sicherheit sorgen soll. Ab Mittwoch ist aber ohnehin Kaiserwetter für die Königsdisziplin angesagt. "Die Streif ist immer gefährlich, aber sie haben alles getan, um die Sicherheit zu erhöhen. Jetzt sind wir auf uns selbst gestellt", sagt Dominik Paris, Sieger von 2013.

Für eines der letztjährigen Sturzopfer gibt es ohnehin nur eine Devise. "Vollgas und jede Zehntelsekunde voll konzentriert. Anders darfst du die Streif sowieso nicht in Angriff nehmen", sagt Max Franz, der etwa von Kjetil Jansrud als Topfavorit gehandelt wird. Während auch Reichelt und Matthias Mayer als potenzielle Sieganwärter natürlich gesetzt sind, muss sich ab heute Österreichs zweite Garde mit den Salzburgern Joachim Puchner und Christopher Neumayer beweisen. Über einen Startplatz entscheidet nicht eine Qualifikation, sondern der Trainer.

Die Crème de la Crème des Abfahrtssports bereitete sich am Dienstag in Hinterreit vor. Von den Österreichern bis zu den US-Amerikanern nützten alle die "perfekten Bedingungen" in dem privaten Skigebiet in Maria Alm. Hausherr Peter Hörl beherbergt sogar Norwegens Technikteam auf seinem Bergbauernhof. "Das Gelände ist Kitzbühel ähnlich, daher kommen alle immer wieder gern zu mir", erklärt Hörl.

Mehr zum Thema

Aufgerufen am 24.09.2018 um 01:42 auf https://www.sn.at/sport/wintersport/streif-dem-schreckgespenst-wird-der-kampf-angesagt-520138

Schlagzeilen