Wintersport

Super-G-Kugel bei Frauen italienische Angelegenheit

Die Kugelgewinnerin im Super-G wird aus Italien kommen. In der Disziplinwertung der alpinen Ski-Frauen führt vor den Rennen am Samstag in Lenzerheide (10.00 Uhr) und beim Finale am 17. März in Meribel Federica Brignone (477) vor ihren Landsfrauen Elena Curtoni (374) und Sofia Goggia (332), an vierter Position liegt Tamara Tippler (259), die sich noch auf das Podest hieven könnte. In den Riesentorlauf am Sonntag geht Olympiasiegerin Sara Hector (SWE) als Disziplinerste.

Puchner im Super-G gestärkt durch Olympia-Silber SN/APA/AFP/FABRICE COFFRINI
Puchner im Super-G gestärkt durch Olympia-Silber

In der Schweiz auf die Weltcupbühne zurück kehrt Mikaela Shiffrin, die US-Amerikanerin hat nach dem Olympiadebakel die Speedbewerbe in Crans-Montana ausgelassen. Ihre Konkurrentin um die große Kugel, die Slowakin Petra Vlhova, holte in den Abfahrten als 29. und 16. ein paar Punkte und schloss zu Shiffrin auf. Die beiden beginnen mit je 1.026 Zählern als Ex-aequo-Führende den Kampf um das große Kristall bei noch acht ausstehenden Saisonrennen quasi bei null.

Österreichs Frauen, die noch bis Saisonende von Rennsportleiter Christian Mitter betreut werden, der danach den ÖSV verlassen wird, peilen Podestränge an. Sie müssen allerdings den Ausfall von Garmisch-Super-G-Siegerin Cornelia Hütter hinnehmen, die nach ihrem bösen Sturz in Crans-Montana und erlittener leichter Gehirnerschütterung, Schleudertrauma sowie Läsion des rechten Seitenbandes hofft, beim Finale in Frankreich in Meribel/Courchevel wieder mit dabei zu sein.

Als Zweite und Dritte kam Tippler in diesem Winter zweimal auf das Podest, Ariane Rädler und Mirjam Puchner waren jeweils Dritte und Puchner gewann zudem bei den Olympischen Spielen in Yanqing die Silbermedaille hinter Lara Gut-Behrami und vor deren Schweizer Landsfrau Michelle Gisin. Tippler hatte als Vierte um 3/100 Sekunden das Podest knapp verpasst. Nach derzeitigem Stand sind Tippler, Puchner, Hütter, Rädler, Ramona Siebenhofer und Nadine Fest für das Finale qualifiziert, Christine Scheyer fehlen 24 Punkte auf Platz 25.

"Ich habe in den letzten Rennen im Super-G zumindest eine solide Performance abgeliefert, denke ich", sagte Tippler, die in der Schweiz "das Herz in die Hand nehmen" will. "Im Super-G ist noch was möglich, wenn man noch zwei gute Rennen absolvieren kann." Puchner bewegte sich nach den Olympischen Spielen laut eigener Aussage "am Limit". "Aber jetzt fühle ich mich wieder fit. Auch vom Kopf her bin ich wieder bereiter. Es steht einem guten Wochenende nichts im Wege", meinte die Salzburgerin, die mit der Saison schon jetzt "ganz zufrieden" ist. "Die Silberne gibt natürlich schon das Vertrauen, dass man da absolut mitfahren kann."

Auch Siebenhofer will noch einmal Gas geben. "Ich habe ein gutes Gefühl", erklärte die Steirerin, die von Olympia ohne Edelmetall zurückkehrte. "Für mich war es eine sehr, sehr gute Saison, auch wenn jetzt keine Medaillen klimpern, was eigentlich das ganz große Ziel gewesen wäre", betonte Siebenhofer. "Aber wenn man sich die Weltcupstände anschaut, bin ich in der Abfahrt Dritte, im Super-G und Riesentorlauf auch dabei. Von dem her nehme ich es sehr positiv. Das ist bis jetzt die beste Saison, die ich gefahren bin."

Die Personalveränderungen im ÖSV - allen voran den Rücktritt von Mitter - haben die Athletinnen nur aus den Medien erfahren. "Es ist sehr schade, dass der Christian aufhört. Es ist gerade alles irgendwie ins Laufen gekommen, dann kommt der Hammer und es ist wieder vorbei", meinte Siebenhofer. Auch Tippler zeigte sich sehr überrascht: "Man hat auch im Vorhinein eigentlich nichts gehört, manchmal wird ja doch geredet, ob es vielleicht in eine andere Richtung geht." Mitter habe immer eine klare Linie vorgeben, das habe gut funktioniert. "Ich glaube, es findet jeder schade. Schwer zu toppen wird das sein."

Im Riesentorlauf folgen mit Lenzerheide, Aare und Courchevel noch drei Rennen, da ist im Kugelkampf noch einiges möglich, allerdings nicht mehr aus österreichischer Sicht. Nach sechs Rennen ist Siebenhofer als Zehnte beste Österreicherin, gefolgt von der Olympiavierten Katharina Truppe. In Front liegt mit respektablem Vorsprung die dreifache Saisonsiegerin Hector (462) vor der Französin Tessa Worley (367), Shiffrin (361) und Vlhova (331), die sich das kleine Kristall wohl untereinander ausmachen werden.

Für das ÖSV-Team hat es im Weltcup noch zu keinem Podestplatz gereicht. Beim Finale in Courchevel, wo nur die Top 25 pro Disziplin startberechtigt sind, wären derzeit Siebenhofer, Truppe, Ricarda Haaser, Katharina Liensberger und Stephanie Brunner mit dabei.

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