Wintersport

Tournee-Generalprobe an Kobayashi - Huber Engelberg-8.

Der Japaner Ryoyu Kobayashi hat sich am Sonntag im letzten Bewerb vor der Vierschanzentournee der Skispringer zum Favoriten für den Klassiker um den Jahreswechsel gemacht. Der 25-Jährige gewann den zweiten Engelberg-Weltcupbewerb nach Rang zwei vom Vortag bei schwierigen und wechselnden Bedingungen 12,2 Punkte vor dem deutschen Vortagessieger und Weltcup-Führenden Karl Geiger. Bester Österreicher wurde Daniel Huber als Achter, er verlor 28,7 Zähler auf den Sieger.

Daniel Huber gelang im letzten Tournee-Test sein bestes Saisonergebnis SN/APA/KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Daniel Huber gelang im letzten Tournee-Test sein bestes Saisonergebnis

"Es hat jetzt einmal sehr gut getan, anzuschreiben", meinte Huber nach seinem bisher besten Einzel-Saisonergebnis. "Einmal halbwegs die Leistungen bestätigen. Ich bin mega-happy, dass ich den Fluch hoffentlich beendet habe. Heute war ein wichtiger Schritt in die Richtung, dass ich die Erkenntnis kriege, dass sich Geduld lohnt." Der Salzburger war im zweiten Durchgang im Österreicher-Paket mit Jan Hörl und Daniel Tschofenig von Rückenwind benachteiligt, vermied mit 128,5 Metern einen Absturz aber einigermaßen.

Mit Tschofenig als Zehntem bei seinem besten Saisonergebnis schaffte es noch ein zweiter Österreicher in die Top Ten, der 19-Jährige war als Fünfter nach dem ersten Sprung ÖSV-Bester gewesen. "Das fühlt sich brutal befreiend an", sagte der Youngster. "Im zweiten (Durchgang, Anm.) hat auch die Nervosität mitgespielt. Es war ein guter Sprung, aber man merkt, es geht nicht mehr alles so leicht von der Hand. Daran werde ich arbeiten."

Wisla-Sieger Hörl fiel vom sechsten auf den zwölften Platz zurück, wogegen sich Huber von der siebenten Position aus nur leicht verschlechterte. "Der alte Fehler", kommentierte der Salzburger seinen nicht so geglückten zweiten Versuch. "Da möchte ich zu viel Gas geben in der Position und dann geht es sich nicht mehr aus mit dem Schwerpunkt. Da ist zu wenig Energie drinnen." Immerhin punktete Hörl gut, Ulrich Wohlgenannt (31.) und Philipp Aschenwald (35.) gingen hingegen leer aus.

Klingenthal-Sieger Stefan Kraft hatte nach Halbzeitrang 23 im Final-Heat etwas mehr Windglück und kam noch auf Position 14. Manuel Fettner wurde 27. "Es war sehr schwierig zum Springen", merkte der im Weltcup vom dritten auf den fünften Rang zurückgefallene Kraft an. "Im ersten habe ich sehr viel Rückenwind gehabt und noch einen kleinen Fehler beim Absprung. Dann bist du schnell wieder 23. Im zweiten war es vielleicht ein bisschen ein riskanter Sprung, aber da musst du riskieren."

Kobayashi hingegen scheint derzeit nichts aus der Balance zu bringen. Die vergangenen drei Springen schloss der Asiate auf den Rängen 1, 2 und 1 ab. Vom zweiten Zwischenrang aus überholte er nach Sprüngen von 132,5 und 136,5 m noch Killian Peier, der Schweizer wurde wie am Vortag Vierter. 0,3 Zähler hinter Geiger ergatterte der Norweger Marius Lindvik nach einem 138,5-m-Satz den letzten Podestplatz. Im Weltcup führt Geiger 98 Punkte vor Kobayashi, Kraft liegt 136 Zähler zurück.

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