Wintersport

Truppe bei Sieg von Vlhova in Kranjska Gora Dritte

Katharina Truppe hat sich am Sonntag über ihren zweiten Podestplatz im Ski-Weltcup freuen dürfen. Die Kärntnerin, die bereits im November in Levi Dritte gewesen war, wiederholte die Platzierung in Kranjska Gora - und damit nicht weit von ihrer Kärntner Heimat entfernt. Die Slowakin Petra Vlhova feierte in Slowenien den dritten Slalom-Sieg in Folge, Zweite wurde die Schweizerin Wendy Holdener.

Vlhova voll im Rennen um den Slalomweltcupsieg SN/APA (AFP)/JURE MAKOVEC
Vlhova voll im Rennen um den Slalomweltcupsieg

"Man kann sagen, es ist quasi vor dem Heimpublikum. Meine ganzen Leute sind da, meine Familie. Das ist fast noch schöner als in Levi", freute sich Truppe, die mit 0,89 Sekunden Rückstand eine in der Spitze starke ÖSV-Truppe anführte: Katharina Liensberger (1,34) kam auf den fünften Platz, die Tirolerin Chiara Mair (1,90) fixierte mit Rang sechs ihr bisher bestes Weltcup-Resultat. Katharina Huber (3,11) wurde 16., Michaela Dygruber (4,91) machte als 26. ebenfalls Punkte.

Den zweiten Lauf hatte ÖSV-Gruppentrainer Roland Plattner - offenbar nicht zum Nachteil seiner Schützlinge - gesetzt. "Ich habe wirklich probiert, am Limit zu fahren. Ich habe mir vorgenommen, den letzten Hang durchzuziehen, da mir das die letzten Tage nicht gelungen ist und auch im ersten Lauf", sagte Truppe, die im zweiten Durchgang die viertbeste Zeit in den Schnee setzte. Die Pause zwischen den beiden Abschnitten hatte sie auf dem fünften Platz überbrückt.

Vlhova schnappte sich den Sieg mit Laufbestzeit im Finale - und damit auch die Führung in der Weltcup-Einzelwertung der Disziplin vor der derzeit pausierenden Mikaela Shiffrin. Nach dem ersten Durchgang rätselte Vlhova über den für sie enttäuschenden vierten Platz. Ganz vorne war die Schwedin Anna Swenn Larsson zu finden, die in der Entscheidung aber mit guten Zwischenzeiten auf dem Zielhang ins Straucheln kam und die Hoffnungen auf ihren ersten Sieg nach einem "Highsider" im Schnee begraben musste.

Holdener musste sich bei Vlhovas 14. Weltcup-Sieg um 0,24 Sekunden geschlagen geben. Auch ihr wurde der Steilhang mit zu vielen Fehlern zum Verhängnis. "Ich hatte aber auch gute Sachen dabei, ich fühle mich wohl", meinte die Schweizerin, die am Samstag im Riesentorlauf Dritte geworden war.

Weil Swenn Larsson ausfiel, blieb Truppe auf dem dritten Platz. Die Schwedin "war schon ziemlich weit herunten und ist wirklich extrem stark gefahren", hatte sie mit dem Podium schon abgeschlossen gehabt, verriet die Kärntnerin danach. Als ihre Platzierung fix war, sei das Gefühl daher "nur noch gewaltig" gewesen. "Des einen Leid, des anderen Freud - so ist es leider im Sport."

Schon im Vorfeld hatte die 24-jährige von einer Art Heimrennen gesprochen. Von ihrem Wohnort Latschach bei Finkenstein am Faaker See beträgt die Fahrzeit nach Kranjska Gora nur knapp 30 Minuten. Truppe übernachtete vor den Rennen an diesem Wochenende auch daheim.

Liensberger zeigte sich letztlich zufrieden, haderte aber mit einem wenig geglückten ersten Lauf. "Das ist jetzt auf jeden Fall das Ziel, dass ich beide Läufe treffe, und in beiden Läufen einfach das zeige, was ich kann", sagte die Vorarlbergerin. "In der Saison läuft es einmal ziemlich gut, jedes Rennen noch besser", gab sich Mair zufrieden. "Wenn jetzt noch ein paar Rennen sind, kann ich mich noch einmal verbessern. Ich bin echt sehr happy."

Katharina Gallhuber, Franziska Gritsch und die junge Vorarlbergerin Magdalena Egger fielen im ersten Durchgang aus. Hannah Köck verpasste mit 4,25 Sekunden Rückstand als 39. die Qualifikation für das Finale.

Große Abwesende in Kranjska Gora, das die Technikrennen von Maribor übernommen hatte, war abermals Shiffrin. Die US-Amerikanerin legt nach dem Tod ihres Vaters Jeff auf unbestimmte Zeit eine Weltcup-Pause ein. Am Sonntag büßte sie von ihrem Vorsprung auf ihre erste Gesamtweltcup-Verfolgerin Federica Brignone aber nichts ein, da die Italienerin im Finale einfädelte. Shiffrin hält bei 1.225 Punkten und liegt damit 113 vor der Italienerin. Im Slalom-Weltcup hat Vlhova nun 20 Zähler Polster auf Shiffrin.

Quelle: APA

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