Wintersport

Veith in Maribor-Riesenslalom um nächsten Schritt vorwärts

In Maribor geht am Samstag der sechste Damen-Riesentorlauf der alpinen Ski-Weltcupsaison, der dritte binnen eineinhalb Wochen, über die Bühne. In der Silvesterwoche standen die beiden Semmering-Bewerbe im Zeichen des Doppelsiegs von Mikaela Shiffrin, im Slalom vollendete die US-Amerikanerin ihr Zauberberg-Triple. Andererseits gab Anna Veith beim Heim-Event ihr Comeback.

Veith hat gute Erinnerungen an Maribor.  SN/APA/EXPA/ERICH SPIESS
Veith hat gute Erinnerungen an Maribor.

Die Salzburgerin kam nach mehr als 14-monatiger Verletzungspause auf die Ränge 49 und 25, ihr Gesamtrückstand im zweiten Semmering-Riesentorlauf war mit 2,68 Sekunden geringer als allein der nach dem ersten Lauf der ersten Konkurrenz (+3,21). In Slowenien soll der 27-Jährigen der nächste Schritt gelingen. Die Erinnerungen sind gut, hat die Salzburgerin doch ihr dortiges bisher letztes Rennen gewonnen.

Nach einem dritten Rang 2013 hatte der damals noch als Anna Fenninger gestartete ÖSV-Star im Februar 2015 vier hundertstel Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Viktoria Rebensburg. Die Deutsche gewann in Abwesenheit Veiths Ende Jänner 2016 beim bisher letzten Weltcup-Gastspiel in der slowenischen Stadt. Weitere Podestplätze von Veith sind aber wohl vorerst noch zu viel verlangt.

"Es ist von Anna noch kein dritter, vierter oder fünfter Rang zu erwarten", sagte Veiths Mediensprecherin Ursula Hoffmann der APA - Austria Presse Agentur. "Es geht darum, noch mehr das Gefühl zu finden, Rennerfahrung zu sammeln und weitere kleine Schritte vorwärts zu machen." Nach einer kurzen Pause um Silvester habe Veith auf der Reiteralm individuell und mit Österreichs Team auf der Weinebene gut trainiert.

Die stärkste in der ÖSV-Equipe in dieser Kerndisziplin war im bisherigen Saisonverlauf Stephanie Brunner. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Eva-Maria Brem für den Rest des Winters schaffte es die Tirolerin zwar noch nicht ganz, für ihre engere Landsfrau als Podestfahrerin in die Bresche zu springen, mit den Rängen vier (Sölden), acht (Sestriere) und fünf (Semmering I) war sie aber dreimal recht knapp dran.

Während die Sechste der Disziplinwertung nach ihrem Verzicht auf den Zagreb-Slalom wieder fit und eine der erste Anwärterinnen ist, trotz des Ausfalls von Speed-Ass Cornelia Hütter bald wieder einen Top-3-Platz für die ÖSV-Damen zu holen, geht es im angekündigten Abschiedsrennen für Lokalmatadorin Tina Maze für andere im viertletzten Weltcup-Saisonriesentorlauf um einen entscheidenden Schritt in der Disziplinwertung.

Im Ranking liegt Tessa Worley nach ihren Siegen in Killington und Sestriere mit 400 Punkten voran, Shiffrin ist der Französin mit ihrem Semmering-Doppelschlag aber bis auf 35 Zähler nahegekommen. Es wird interessant sein, wie sich die 21-Jährige nach ihrem Slalom-Out von Zagreb (dem ersten seit mehr als vier Jahren) in Maribor präsentieren wird. Sölden-Siegerin Lara Gut weist ein Defizit von 150 Punkten auf Worley auf.

Nach Maribor wird von den Damen vor den Weltmeisterschaften im Februar in St. Moritz nur noch am 24. Jänner in Kronplatz in Südtirol Riesentorlauf gefahren werden. Erst knapp sieben Wochen später geht es in Squaw Valley und letztlich eine Woche später in Aspen in die Kugelentscheidung.

Quelle: APA

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