Wintersport

"Rob im Bob" braucht eine Steigerung

Drei Salzburger nehmen in den österreichischen Bobs Olympia in Peking ins Visier. Der Saisonauftakt verlief noch nicht nach Wunsch.

In die Fußstapfen von Rodel- und Bobpionier Manfred Stengl (WM-Dritter 1975) sowie des heutigen SSM-Geschäftsführers Thomas Wörz (Olympiateilnehmer 1988) treten gleich drei Salzburger Bobsportler in diesem Winter. Der Start in die Olympiasaison war aber noch eher durchwachsen.

Am Ende des ersten von zwei Wettkampf-Wochenenden konnte nur Markus Sammer zufrieden sein. Der für den Bob- und Skeletonclub Salzburg startende Tiroler aus Bad Häring verfehlte im österreichischen Viererbob mit Lenker Benny Maier am Sonntag nur knapp das Stockerl und belegte Platz vier. Der 33-jährige Sammer sitzt bereits seit zehn Jahren im Bob, davon die letzten acht Jahre mit Maier. Bei ihren dritten gemeinsamen Olympischen Spielen könnte es in Peking mit Edelmetall klappen. Zeit wär's: Immerhin liegt die letzte österreichische Bob-Medaille bei Olympia schon 30 Jahre zurück. Ingo Appelt ließ Maier und sein Team dieser Tage in Igls seine Goldene von 1992 anfassen - "eine große Motivation für uns", befanden Maier und Sammer, an deren Bob ein Wappen mit bayerischem Löwen ins Auge fällt: "Leopold Prinz von Bayern hat einen Automobil- und Bobsportclub gegründet und unterstützt uns", erklären die beiden ihr außergewöhnliches Sponsoring.

Kopfschütteln und Grübeln herrschte zum Auftakt beim zweiten österreichischen Team von Pilot Markus Treichl, dem die Salzburger Markus Glück und Robert Eckschlager angehören. Im Zweierbob verfehlten Treichl und Eckschlager das Finale der besten 20, im Viererbob reichte es nur zu Rang 20. "Das haben wir uns anders vorgestellt", machte Eckschlager aus seiner Enttäuschung kein Hehl. Der 24-jährige frühere Fußballer (USK Anif) und Footballer (Salzburg Ducks), der erst vorigen Winter zu "Rob im Bob" wurde, macht im zweiten Zweier-Bewerb in Igls am Samstag Platz für Markus Glück. Der sagt: "Wir haben alles analysiert und sehen vom Start bis zur Sitzposition Verbesserungspotenzial."

Sehenswerte Einblicke ins Bobfahrer-Leben samt Präsentation seines gestählten Oberkörpers gibt Glück auf seiner Homepage powersledder.at bzw. auf Social Media (@powersledder). Die Bewerbe in Igls steigen am Samstag und Sonntag.

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