Zumindest der erste Anzug passt

Acht Podestplätze in den ersten sechs Speedrennen - es liegt schon viele Jahre zurück, dass Österreichs Abfahrtsteam vor Weihnachten eine so positive Zwischenbilanz ziehen konnte.

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Standpunkt Michael Smejkal

Man merkt, dass heuer ein echter Ruck durch das Team gegangen ist und auch den Grund dafür kann man benennen. Der neue Abfahrtstrainer Sepp Brunner tut dem Team offenbar sehr gut - und sei es nur die ruhige Art, die er nach Meinung von Vincent Kriechmayr ausstrahlt.

Doch ein Gerangel um die Olympia-Startplätze wird es trotzdem nicht geben.

Denn Österreich Speedteam ist ein leider eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Da die Top 5 mit Reichelt, Franz, Mayer, Kriechmayr und Baumann, dort der Pool der scheinbar schon ewigen Talente. Auch die Podestplätze gehen nur auf das Konto der wenigen Topfahrer, der Rest kommt nach wie vor nicht aus den Startblöcken - oder macht sogar Rückschritte, wie der Salzburger Patrick Schweiger. Aktuell scheint es völlig unerheblich, ob Danklmaier, Schweiger, Kröll, Walder, Berthold, Striedinger oder Neumayer am Start stehen, das ist die ernüchternde Bilanz der ersten Rennen. Richtig jung ist von den genannten Fahrern auch keiner mehr.
Dass der ÖSV keinen Abfahrer unter 24 Jahren hat, der zumindest in Schlagdistanz zu den top 15 ist, deutet auf eines hin: Dass man im Nachwuchsbereich über die Jahre hinweg ein Problem aufgebaut hat.


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