Trauerinfo

Die Feuerbestattung

Alternativ. Die Einäscherung eines Leichnams ist die einzige Alternative zur Erdbestattung.

Die Feuerbestattung SN/sn
Die Asche der oder des Toten wird in einer Urne beigesetzt.  

Die Verbrennung von Toten ist in manchen Religionen wie dem Judentum oder im Islam streng verboten. In anderen Kulturkreisen wie dem Hinduismus ist die Einäscherung gelebte Tradition. Die katholische Kirche glaubt an die leibliche Auferstehung der Toten nach dem Vorbild von Jesus Christus. Die Unversehrtheit des Körpers ist daher elementar für die Auferstehung. Papst Leo XIII. untersagte die Verbrennung von Katholiken und die Beisetzung der Asche von Toten auf katholischen Friedhöfen. Heute verbietet die Kirche die Feuerbestattung nicht mehr ausdrücklich, empfiehlt jedoch die Erdbestattung.

Der Abschied
Anders als bei der Erdbestattung finden Verabschiedung und Beisetzung der oder des Toten nicht am selben Tag statt. Bei einer Feuerbestattung wird eine Trauerfeier vor der Verbrennung abgehalten. Die Beisetzung der Urne erfolgt dann im kleineren (Familien-)Kreis zu einem späteren Zeitpunkt. Alternativ kann auch erst bei der Beisetzung der Urne eine Trauerfeier veranstaltet werden. Die Salzburger Bestatter kennen die ortsüblichen Bräuche und beraten Vorausplanende vor dem Tod oder die Angehörigen.

Die Verbrennung
Die Einäscherung gilt als besonders hygienische Beisetzung von Toten. Bei ihr werden Tote in einem Sarg verbrannt. Dies darf nur in genehmigten und laufend kontrollierten Krematorien, wie jenem in der Stadt Salzburg, stattfinden. Jeder Sarg wird einzeln verbrannt, diesem wird eine nicht brennbare nummerierte Platte begelegt, die eine genaue Zuordnung der Asche des oder der Verstorbenen garantiert. Die Beigabe von Gegenständen im Sarg ist erlaubt, soweit sie Umwelt und Krematorium nicht beschädigen.

Die Urne
Die Asche der oder des Toten wird in einer Aschekapsel gesammelt und beschriftet. Die einfache Aschekapsel kann von einer individuell gestalteten Urne umgeben sein. Eine Vermischung von Ascheresten mehrerer Personen ist verboten, ebenso wie die Aufteilung der Asche auf mehrere Gefäße.

Die Beisetzung
Urnen können auf Friedhöfen, Urnenhainen oder mit Bewilligung der Gemeinde an einem anderen Ort beigesetzt werden, solange dies nicht gegen den Anstand und die guten Sitten verstößt. Auf vielen Friedhöfen stehen verschiedene Möglichkeiten der Beisetzung zur Auswahl:
• In einem Erdgrab
• In einer gemauerten Urnennische in einer Wand
• In einer Urnenstele (einem frei stehenden Turm, der Platz für vier Urnen mehrerer Familienmitglieder bietet)
• In einem halb anonymen Baumhain. Hier wird eine abbaubare Urne unter einem Baum beigesetzt, der die Asche aufnimmt. In der Nähe kann auf Wunsch der Name und das Geburts- und Sterbejahr an einer Erinnerungstafel angebracht werden.
• Auf einer anonymen Urnenwiese ohne Namensnennung und Zeremonie.
• Auf Anfrage bei der Wohngemeinde auch im privaten Bereich.

Die Salzburger Bestatter informieren auch schon zu Lebzeiten über die Möglichkeiten der Feuerbestattung in den Salzburger Gemeinden.

Quelle: SN

Aufgerufen am 24.02.2020 um 12:29 auf https://www.sn.at/trauerinfo/die-feuerbestattung-6164437

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