Trauerinfo

Schmerzlicher Verlust

DER TODESFALL. Nach dem Ableben muss man als Angehöriger viel Bürokratie bewältigen.

Schmerzlicher Verlust SN/sn

Es ist sehr schwierig, wenn ein lieber Mensch und naher Verwandter gestorben ist, die Emotionen für kurze Momente beiseitezuschieben und an die nötigen Behördenauflagen zu denken, die mit dem Tod einhergehen. Darum nehmen sich die Bestatter vieler organisatorischer und bürokratischer Verpflichtungen an und entlasten so die Verwandten und Freunde des Verstorbenen in dieser emotional so traurigen Situation.

Anruf beim Totenbeschauarzt
Einer der ersten wichtigen Kontakte ist es, nach dem Todesfall den Totenbeschauarzt zu kontaktieren. Wenn der Todesfall in einem Altenwohnheim oder Krankenhaus eintritt, ist die Anstaltsleitung dazu verpflichtet, die Anzeige weiterzuleiten. In den eigenen vier Wänden muss dies von den Angehörigen übernommen werden - oder es übernimmt der Bestatter, weil er weiß, wer der diensthabende Amtsarzt ist. Sollten Sie einen Verstorbenen entdecken, ist ein Anruf bei der Polizei verpflichtend, die dann wiederum den Totenbeschauer kontaktiert. Darüber hinaus muss auch bei der zuständigen Personenstandsbehörde (Standesamt) die Todesanzeige gemacht werden. Diese Aufgabe übernimmt auf Wunsch ebenfalls der Bestatter. Wenn dies nicht möglich ist, muss der Leiter der Krankenanstalt, der Ehepartner oder andere Verwandte, der letzte Unterkunftgeber, der Totenbeschauarzt oder die Behörde, die wegen dem Todesfall ermittelt hat, spätestens am folgenden Werktag den Sterbefall beim Standesamt melden. Wenn eine Person im Ausland verstirbt, übernimmt die Anzeige des Todes die jeweilige österreichische Vertretungsbehörde. Diese ist zudem bei allen weiteren Schritten, die einzuleiten sind, behilflich und steht mit Rat und Tat zur Seite.

Urkunden bereithalten
Um die Todesanzeige einbringen zu können, benötigen Sie jedoch eine ganze Reihe an Unterlagen für die Sterbeurkunde. Neben der Geburtsurkunde müssen Sie auch den Taufschein vorweisen, sofern der Verstorbene noch Kirchenmitglied ist. Außerdem fordern die Behörden sowohl den Nachweis der Staatszugehörigkeit als auch die Heiratsurkunde beziehungsweise das Scheidungsdekret. Bei Verwitweten muss man auch die Sterbeurkunde des verstorbenen Ehepartners vorlegen.

Wichtige Urkunden
• Geburtsurkunde
• Taufschein (wenn Mitglied einer Religionsgemeinschaft)
• Heiratsurkunde oder Verpartnerungsurkunde
• Nachweis der Staatszugehörigkeit
• Scheidungsdekret
• Akademische Grade
• Sterbeurkunde, wenn Ehegatte/Ehegattin bereits verstorben ist

Bestatter nimmt Arbeit ab
Generell gilt: Der Bestatter kann Ihnen im Todesfall in der Familie vieles an Organisatorischem abnehmen. Die Salzburger Bestatter unterstützen Sie, übernehmen nach der Kontaktaufnahme Behördengänge und viele Dinge rund um die Beisetzung und halten Ihnen und Ihrer Familie in dieser schwierigen Zeit den Rücken frei. Im Zuge der Auftragserteilung an den Bestatter können Sie mit diesem die Gestaltung der Trauerfeier, Priester- oder Rednerwunsch, Texte von Parten und Zeitungsanzeigen besprechen.

Der letzte Wunsch
Sollte der Sterbefall in Ihrer Familie oder im Bekanntenkreis vorkommen, beachten Sie eines: Hat der Verstorbene schon vorab viele Details seiner Bestattung organisiert und niedergeschrieben, sind diese unbedingt zu beachten. Die Familienangehörigen sind dazu gesetzlich verpflichtet, diese letzten Wünsche des Verstorbenen zu respektieren und umzusetzen. Legen Sie daher alle Unterlagen dem Bestattungsunternehmen Ihrer Wahl vor. Sollten Sie es wünschen, kommt der Bestatter auch zu Ihnen nach Hause.

Auftragserteilung
Sollte der Verstorbene selbst schon im Vorfeld seines Todes fixiert haben, auf welche Art und Weise er bestattet werden will, ob Erd-, Gruft, Feuerbestattung mit Urne für See-, Fluß-, Natur- oder Diamantenbestattung, muss dieser Wunsch auf jeden Fall berücksichtigt werden. Sollten keine Wünsche deponiert worden sein, können Sie in den Gesprächen mit dem Bestatter Ihres Vertrauens alle Details der Bestattung, wie Aufbahrung, Aussegnung und kirchliches Ritual, sowie Textgestaltung im persönlichen Gespräch abklären.

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.02.2020 um 01:09 auf https://www.sn.at/trauerinfo/schmerzlicher-verlust-6164593

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