Anton Neumüller

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Anton Neumüller (* 23. November 1830 in Ried im Innkreis; † 20. Juli 1898 in Salzburg) war Jurist und erster städtischer Rechtsrat.

Leben

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg kam Anton Neumüller 1851 als Rechtspraktikant an das Landesgericht Salzburg. 1859 wurde Gerichtsadjunkt. Auf Vorschlag von Landesgerichtsrat und Gemeinderat R. v. Schmelzing wurde Anton Neumüller im Jahr 1861 zum ersten städtischen Rechtsrat der Stadtgemeinde Salzburg bestellt.

Unter den Bürgermeistern Heinrich Ritter von Mertens, Dr. Ignaz Harrer, Rudolf Biebl, Eligius Scheibl, Dr. Albert Schumacher, Dr. Franz von Hueber und Gustav Zeller hatte er Gelegenheit, seine Tüchtigkeit in Gemeinde-Angelegenheiten zu zeigen. Neumüller erfreute sich in seiner langen Dienstzeit des besonderen Vertrauens und Wohlwollens seiner Vorgesetzten als erster Beamter des Stadtmagistrats Salzburg.

In seine Dienstzeit fallen die schwerwiegende und weitreichende Gemeindeangelegenheiten, die für die Stadtentwicklung in der Salzburger Altstadt und der Neustadt von größter Bedeutung waren: Aufhebung der Fortifikation, Abtragung der Festungswerke und nach Erbauung der Elisabeth-Westbahn die damit verbundene Stadterweiterung, die Neuorganisierung der städtischen Ämter, die Erwerbung von Schloss Mirabell, des Mönchs- und Kapuzinerberges, die Erbauung des Schlachthofes, der Bau der Fürstenbrunner Wasserleitung, des Kommunalfriedhofes, der Karolinenbrücke und Riedenburgkaserne, die Demolierung der oberen Griesgasse und der Theatergasse. Erbauung der Bürgerschule und des neuen 'Stadttheater's.

Anton Neumüller, erster städtischer Rechtsrat, Ritter des Franz-Joseph-Ordens, wurde mit Beschluss des Gemeinderates vom 22. April 1895 mit Wirkung vom 1. Juli 1895 in den dauernden Ruhestand versetzt. Gleichzeitig wurde ihm für seine außerordentlichen Dienstleistungen das Ehrenbürgerrecht der Stadt Salzburg verliehen.

Anton Neumüller war von 1895 bis 1897 Präsident des Salzburger Stadtvereins.

Quellen