Augustinerpforte (Müllner Schanze)

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Augustinerpforte
Augustinerpforte, Inschrift und Wappen von Paris Graf Lodron, über dem Tor sind auch die Öffnungen für den Seilzug der einstigen Zugbrücke zu sehen
Karte

Die Augustinerpforte (auch Augustinuspforte) am Nordende des Mönchsberges in der Stadt Salzburg ist ein frühneuzeitliches Stadttor und Teil der dreistufigen Müllner Schanze, einem Wehrbauwerk aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

Geschichte

In den Jahren 1622 und 1623 ließ Fürsterzbischof Paris Graf Lodron durch Dombaumeister Santino Solari gemeinsam mit der untersten Wehrebene in der obersten Wehrebene die Augustinerpforte oberhalb der später erbauten Monikapforte errichten. Mit dem Bau der beiden Wehrebenen konnte auch der Nordteil des Mönchsberges in den Verteidigungsgürtel der Stadt einbezogen werden. Zudem diente das weitläufige Wehrbauwerk zwischen Klausenkavalier im Osten und Johanneskavalier (die Müllner Schanze) im Westen, das bis zur Müllner Hauptstraße hinab reichte, der Sicherung der Salzach vor feindlichen Angriffen.

Aussehen des Wehrturmes

Beidseitig schließen an die Augustinerpforte hohe Wehrmauern an. Die Vorderseite des Wehrturmes mit der Pforte besitzt eine bis zwei Meter dicke Mauer, die Seitenfront des Wehrturmes sind etwa einen Meter mächtig. Nach Norden besitzt die Augustinerpforte oberhalb des Tores drei Geschützöffnungen, die sich stufenweise nach innen verschmälern. An den Seiten finden sich im Obergeschoß jeweils Geschützöffnungen. Der Torturm besitzt eine flaches Pyramidendach. Vor dem Tor des Turmes befand sich einst eine Zugbrücke, die über einen kurzen Grabenabschnitt führte. Die Inschrift vor dem Tor lautet:

FIRMO AFRICAE PROPUGNACULO, ACRI HAERETICORUM MALLEO, MAGNO HIPPONIS EPISCOPI AUGUSTINO PARIS LODRONIUS ARCHIEPISCOPUS ET PRINCEPS HAEC CONTRA HAERESIN PROPUGNACULA CONSECRAT ANNO MDCXXIII.

Dem festen Bollwerk Afrikas, dem spitzen Hammer gegen die vom Glauben Abweichenden, dem großen Augustinus, Bischof von Hippo, hat Bischof und Fürst Paris Lodron dieses Bollwerk gegen die Irrgläubigen gewidmet im Jahre 1623.

Quellen