Ausstellungseröffnung im Sigl-Haus „Skulpturen und Grafiken – Lebenswerk“ von Christof Paulowitz

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Anlässlich der Ausstellungseröffnung von links: Bürgermeister Franz Gangl, Christof Paulowitz, Dr. Elisabeth Resmann, Geschäftsführerin der DomQuartier GmbH, Dr. Hiltrud Oman, Kustodin des Heimatmuseums im Sigl.Haus, Josef Absmanner, Obmann des Kulturvereins Sigl.Haus und Prof. Josef Zenzmaier;
Von links: Dr. Hiltrud Oman, Kustodin des Heimatmuseums Sigl.Haus, Christof Paulowitz und Dr. Elisabeth Resmann, Geschäftsführerin der DomQuartier GmbH.
Blick in die Ausstellung.
Blick in die Ausstellung.
Blick in die Ausstellung.

Die Ausstellungseröffnung „Skulpturen und Grafiken – Lebenswerk“ von Christof Paulowitz im Sigl.Haus in St. Georgen bei Salzburg fand am Muttertagssonntag, den 12. Mai 2019, statt.

Über die Ausstellungseröffnung

Christof Paulowitz, der seit 1982 in St. Georgen bei Salzburg lebt, feierte 2019 seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass organisierte der Kulturverein Sigl.Haus eine Sonderausstellung, die die Kustodin des Heimatmuseums Sigl.Haus, Dr. Hiltrud Oman, kuratierte.

Trotz des sehr ungastlich kalt-nassen Wetters waren weit über 100 Personen zur Ausstellungseröffnung um 11 Uhr gekommen. Nach der Begrüßung durch den Obmann des Kulturvereins, Josef Absmanner, der sich im Besonderen bei Dr. Oman für ihren Einsatz bedankte („ohne sie gäbe es diese Veranstaltung nicht“) hielt Dr. Elisabeth Resmann, Geschäftsführerin der DomQuartier GmbH in der Stadt Salzburg, die Laudatio.

Er sei „ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert“ hatte sich der Künstler selbst bezeichnet, so Dr. Resmann. Dr. Resmann präsentierte dann ihren persönlichen Eindruck von Paulowitz. Dieser habe ein unglaublich vielfältiges handwerkliches Verständnis und benutzt bei seinen Werken eine Vielfalt an Techniken. Unter anderem hat er eine eigene Grafiktechnik entwickelt. Für ihn sei nicht von Bedeutung wie lange er für ein Kunstwerk braucht bis es fertig ist, sondern nur das Ergebnis, mit dem er zufrieden ist, zählt für ihn. Für ihn sei das Stehenbleiben der Zeit, die Entschleunigung und oft stundenlange Auseinandersetzungen mit seinen Kunstwerken von großer Bedeutung bei seiner Arbeit, so Dr. Resmann.

Kunst des Geldes wegen lehnt Paulowitz ab. Er will nicht „gefällig“ sein, sondern darstellen, sich ausdrücken. Seine Kunstwerke zeigen nicht schöne Seiten des Lebens. Beispielsweise gibt es eine blühende Blume von ihm, aber auch eine verwelkte. Paulowitz, so Dr. Resmann sei kompromisslos und ehrlich. Ein besonderes Anliegen ist ihm das Aktzeichnen. Ihn fasziniert dabei die Schönheit der Körper und der Gegensatz Mann – Frau.

In seinen Werken finden sich auch religiöse Darstellungen, da er von Kindheit hat stark religiös geprägt wurde. Neben christlichen Motiven zeigen seine Arbeiten aber auch Motive aus der griechischen Mythologie. Nicht immer tiefgründig ernst, sondern oft auch mit einem Schuss Humor.

Was Dr. Resmann sehr bewegt hat ist die Dankbarkeit, die Christof Paulowitz gegenüber seiner Frau Monika empfindet. Erst sie hatte es ihm mit ihrer Heirat 1982 ermöglicht, dass Christof Paulwitz das werden und ausüben konnte, was sein Herzenswunsch war, nämlich Künstler sein.

Abschließend verwies Dr. Resmann in ihrer Laudatio noch darauf, dass auch die Gemeinde St. Georgen den Künstler sehr wertschätzt und achtet. So wurden im gesamten Gemeindegebiet im Laufe der fast 40 Jahren, die Paulowitz in der Gemeinde schon lebt, Großplastiken von ihm aufgestellt.

Nach der Laudatio ergriff Christof Paulowitz noch selbst das Wort. Sein erster Dank galt dabei seiner Frau, die ihm dieses Leben und Schaffen ermöglicht hatte. Und auch der Gemeinde dankte er für die Aufnahme und Anerkennung seines Schaffens. Eine besondere Freude hatte Paulowitz heute, wie er sich ausdrückte, eine Riesenfreude, mit der Laudatio von Dr. Resmann. Und nicht zuletzt bedankte er sich bei den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr von St. Georgen, die diese Veranstaltung gerettet hatten. Im März 2019 hatte der Stadl, in dem Paulowitz einen Großteil seiner Kunstwerke lagert, Feuer gefangen. Nur durch das rasche und wie er sagte, fachkundige Eingreifen, entstand kein Schaden an seinen Kunstwerken.

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier vom Saxophon Quartett der Trachtenmusikkapelle St. Georgen unter der Leitung von Matthias Hochradl mit Martina Kerschbaum, Hanna Hochradl und Alexander Hainz.

Unter den Gästen befanden sich u. a. der Bürgermeister Franz Gangl, Altbürgermeister Franz Gangl, Prälat Egon Katinsky und Prof. Josef Zenzmaier.

Im Anschluss an die Eröffnung fand ein von Dr. Oman geführter Rundgang durch die Ausstellung statt. Die Ausstellungseröffnung klang bei Frühlingssuppe und einem Buffet heimischer Spezialitäten aus, die von Mitgliedern des Kulturvereins vorbereitet worden waren.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist an Sonntagen von 13:00 bis 17:00 Uhr bis inkl. 7. Juli zu sehen, danach wieder vom 8. September bis 6. Oktober 2019.

Besuch für Gruppen und Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Anmeldung unter Telefon (06 64) 5 32 21 91 - Obmann

Bilderlink

Bilder

 Ausstellungseröffnung im Sigl-Haus „Skulpturen und Grafiken – Lebenswerk“ von Christof Paulowitz – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen