Bäckerei Schnellinger

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Die Bäckerei Schnellinger befand sich in der Altstadt der Stadt Salzburg in der Bäckerei beim Gstättentor.

Über die Familie Schnellinger

Michael Schnellinger (Zugwerker)

Michael Schnellinger war der Vater des Bäckermeisters Michael, der am 9. Oktober 1881 auf die Welt kam und am selben Tag in der Bürgerspitalskirche St. Blasius getauft wurde.[1]

Am 20. Juli 1877 findet sich eine Taufmatrikel-Eintragung in der Bürgerspitals-Pfarre über die Taufe von Richard des Michael Schnellinger, Zugwerker.[2]

Am 26. März 1888 wird Maria, Tochter eines Michael Schnellinger, in der Dompfarre getauft.[3]

Michael Schnellinger (Bäcker)

Am 22. Oktober 1908 heiraten in der Bürgerspitalskirche St. Blasius der Bäcker Michael Schnellinger, wohnhaft Pfeifergasse 11 und die Ladnerin Anna Wallner, wohnhaft Getreidegasse 29.[1]

In der Wochen vom 30. Jänner bis 5. Februar 1910 wurde ein Knabe dem Bäckermeister Michael Schnellinger geboren....[4]

In der Woche vom 3. bis 9. August 1913 wird ein Mädchen der Herren ... Michael Schnellinger, Bäckermeister ... aus einem Geburtenauszug genannt.[5]

Zwischen 4. und 11. Juli 1915 wurde ein Knabe dem Bäckermeister Schnellinger - Michael Wilhelm (Radrennfahrer) - geboren.[1][6]

28. Dezember 1920 wurde ein Bäckermeister Michael Schnellinger Bürger der Stadt Salzburg.[7]

Am 8. Jänner 1932 saßen 13 Salzburger Bäckermeister wegen Betrugsverdachts vor Gericht auf der Anklagebank, darunter auch Michael Schnellinger. Die Verhandlung, die beinahe sechs Stunden dauerte, war reich an Besonderheiten, doch eine Sensation gab es nicht, außer man faßte den Freispruch aller 13 Angeklagten nicht als Kuriosum, sondern als Sensation auf oder aber, daß es nach den Ausführungen der Angeklagten-Vertreter den Anschein hatte, als ob nicht die Bäckermeister, sondern eigentlich die Amtsorgane der Wirtschaftspolizei mit ihrem „wirklichen" Amtsrat Herrn Holzberger zu verurteilen wären. Aus der Anklage sei kurz folgendes festgestellt: Amtsorgane der Wirtschaftspolizei Salzburg nahmen am 9. Juli v. I. in den Bäckereibetrieben der Stadt Salzburg Revisionen vor; sie kontrollierten das Gewicht des Brotes, sowohl des Schwarzbrotes als auch des Weißgebäcks. Und da ergab sich, daß in 13 Fällen Gewichtsdifferenzen bis zu sechs Prozent festgestellt werden konnten und daß untergewichtige Ware in den Handel gebracht werden sollte. Auch die Nichtersichtlichmachung der Tabelle über Gewicht und Preis konnte in einigen Fällen festgestellt werden. Die Betreffenden, heißt es weiter, haben sich nicht gescheut, in der Zeit der Wirtschaftskrise bei lebenswichtigen Lebensmitteln neben dem bürgerlichen Gewinn ohne stichhältige Gründe sich durch sträfliche Machinationen noch einen entsprechenden Gewinn zu sichern. Sie haben dadurch die Übertretung des Betruges begangen.[8]

Michael Schnellinger (Radrennfahrer)

Am 8. Juli 1934 siegte überraschend ein überaus talentierter Michael Schnellinger beim Salzburger Radrennen Sommerpreis von Salzburg.[9] Im selben Jahr stellte ein Michael Schnellinger einen Rekord bei der Bergmeisterschaft im Radfahren in Salzburg auf und als einer der erfolgreichsten Straßenrennfahrer Österreichs genannt.[10] Er gewann auch die Landesmeisterschaft von Salzburg im Radfahren 1934 über 100 Kilometer.

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 data.matricula-online.eu, Trauungsbuch St. Blasius]
  2. ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 7. August 1877, Seite 4
  3. ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 1. April 1888, Seite 6
  4. ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 10. Februar 1910, Seite 4
  5. ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 14. August 1913, Seite 4
  6. ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 16. Juli 1915, Seite 5
  7. ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 29. Dezember 1920, Seite 5 und ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 28. Dezember 1920, Seite 4
  8. ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 9. Jänner 1932, Seite 6
  9. ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 9. Juli 1934, Seite 8
  10. ANNO, Kleine Volks-Zeitung, Ausgabe vom 30. Jänner 1935, Seite 11