Benutzer:Xxlstier/Erste Hilfe

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Erste Hilfe sind alle geeigneten Maßnahmen zugunsten eines anderen Menschen, dessen Leben oder Gesundheit durch Krankheit oder Unfall unmittelbar drohend und direkt gefährdet ist.

Begriff

Man unterscheidet folgende Erste Hilfen:

  • allgemeine Erste-Hilfe-Leistung
  • fachkundige Erste-Hilfe-Leistungspflicht
  • medizinische Erste-Hilfe-Leistungspflicht

allgemeine Erste-Hilfe-Leistung

Die allgemeine Erste-Hilfe-Leistung verpflichtet jedermann dazu, zumindest Erste-Hilfe herbeizurufen, also die Rettung zu verständigen. Unterlässt man es, die Rettung zu rufen, macht man sich strafbar (vergleiche: Strafgesetzbuch [1]).

  • Im-Stich-lassen eines Verletzten (§ 94 StGB)
  • Unterlassung der Hilfeleistung (§ 94 StGB)

Darüber hinaus darf man eigenverantwortlich geeignete Hilfsmaßnahmen leisten, z. B. eine Blutung abdrücken, Unterkühlung verhindern oder auch eine Beatmung versuchen.

fachkundige Erste-Hilfe-Leistungspflicht

Für alle Gesundheitsberufe gilt auf Grund der Berufsgesetze eine fachkundige Erste-Hilfe-Leistungspflicht. Dies umfasst die eigenverantwortliche Durchführung von lebensrettenden Sofortmaßnahmen, solange und soweit ein Arzt nicht zur Verfügung steht. Die Verständigung eines Arztes ist unverzüglich zu veranlassen. (vergleiche: zB. § 14a u § 84a GuKG [2], § 4 SanitäterG [3], § 6 HebG [4], usw.)

Alle Gesundheitsberufe sind fachkundig in erster Hilfe ausgebildet und auch fortgebildet. Daher sind sie zu fachkundige Erste-Hilfe-Leistungen befähigt, zB. fachkundiges Durchführen von lebensrettenden Sofortmaßnahmen, richtiges Lagern, richtige Verbände anlegen, richtiges Beatmen, udgl. mehr. Eine fachkundig ausgeführte lebensrettende Sofortmaßnahme rechtfertigt auch einen Eingriff in die körperliche Integrität (zB. das Verabreichen einer Spritze) oder auch eine nicht vermeidbare Körperverletzung (zB. beim Beamten wird fahrlässig eine Rippe gebrochen).

medizinische Erste-Hilfe-Leistungspflicht

Ist ein Arzt anwesend oder wird er zur Ersten Hilfe aufgefordert, so darf der Arzt die Erste Hilfe im Falle drohender Lebensgefahr nicht verweigern. Die Beurteilung, ob eine Lebensgefahr droht, ist eine dem Arzt vorbehaltene medizinische Tätigkeit, die im Zweifel zum Wohl des Patienten auszuüben ist. (vergleiche: § 48 ÄrztG [5])

Krankenanstalten

Der ärztliche bzw. zahnärztliche Dienst einer Krankenanstalt muss so eingerichtet sein, dass die ärztliche Hilfe in der Anstalt jederzeit sofort erreichbar ist. Unbedingt notwendige erste ärztliche Hilfe darf in öffentlichen Krankenanstalten niemandem verweigert werden (vergleiche: § 8 KaKuG, sowie § 23 KaKuG, sowie alle Landesgesetze sinngemäß [6])
In öffentlichen Krankenanstalten sind Personen, die einer Aufnahme in Anstaltspflege nicht bedürfen, ambulant zu untersuchen oder zu behandeln, wenn es, 1. zur Leistung Erster ärztlicher Hilfe oder 2. zur Behandlung nach Erster ärztlicher Hilfe oder in Fortsetzung einer in der Krankenanstalt erfolgten Pflege, die im Interesse des Behandelten in derselben Krankenanstalt durchgeführt werden muss, notwendig ist. (vergleiche: § 26 KaKuG)

Quellen und Fußnoten

  • Mag. Thomas Schmiedbauer nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen aus allen derzeit bekannten und verfügbaren Quellen, aaO
  • Rechtsinformationssystem (RIS) der Republik Österreich
  • RIS/StGB idgF
  • RIS/GuKG idgF
  • RIS/SanitäterG idgF
  • RIS/HebammenG idgF
  • RIS ÄrzteG idgF
  • RIS/KaKuG idgF