Besondere Verkehrsereignisse während der Corona-Virus-Zeit

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Dieser Artikel berichtet über besondere Verkehrsereignisse ab März 2020 während der Corona-Virus und das Bundesland Salzburg-Zeit.

Einleitung

Die verkehrsarmen Straßen in der Corona-Virus-Zeit wurden von einigen Autofahrern zum Rasen missbraucht. Nachstehend einige besonders krasse Beispiele.

Alle angeführten Lenker wurden bei den zuständigen Behörden zur Anzeige gebracht. Und die angezeigten Delikte werden für die betroffenen Lenker richtig ins Geld gehen. Denn das Land Salzburg hatte im Vorjahr mit Wirkung vom 1. Februar 2020 die Strafsätze für Tempoüberschreitungen deutlich erhöht. 90 km/h oder mehr im Ortsgebiet bedeutet zwei Wochen Führerscheinverlust und eine Strafe von 500 Euro. Wer auf der Freilandstraße mit mehr als 150 km/h unterwegs ist, wird mit mindestens mit 600 Euro bestraft. Und wer das Tempolimit gar um 70 km/h überschreitet, muss mit einem Mindestsatz von 1.200 Euro rechnen - wie etwa der mit 224 km/h (+94 km/h) auf der Westautobahn ertappte 19-jährige Temposünder.

April

1. April

Am Nachmittag des 1. April 2020 fuhr ein 51-jähriger Salzburger mit 137 km/h auf der Alpenstraße in der Stadt Salzburg, obwohl nur 70 km/h erlaubt ist. Am Nachmittag zogen Beamte auf der Tauernautobahn in Kuchl eine 21-Jährige aus dem Verkehr. Die Pongauerin hatte ihren Pkw trotz des "Lufthunderters" auf 153 km/h beschleunigt. Die junge Frau durfte die Fahrt auf der Tauernautobahn nicht mehr fortsetzen. Sie besaß keinen gültigen Führerschein. Der Probeführerschein war ihr bereits im März entzogen worden. Die 21-Jährige wurde jetzt erneut angezeigt.[1]

2. April

In der Nacht vom 3. auf 3. April wurden in der Stadt Salzburg mehr als 20 Raser erwischt. Ein besonders gravierender Falle ereignete sich im Salzburger Stadtgebiet. Dort war einer Zivilstreife der Landesverkehrsabteilung der Lenker eines Sportwagens aufgefallen. Der Lenker war auf dem Franz-Josef-Kai unterwegs. An der Staatsbrücke fuhr der Mann mit seinem Auto in Richtung Schwarzstraße weiter, missachtete das Rotlicht und gab kräftig Gas: Der PS-starke Wagen erreichte in der Tempo-50-Zone stramme 156 km/h. Als die Polizisten den Lenker schließlich anhalten konnte, gab dieser - ein 23-jähriger Deutscher - zu seiner Rechtfertigung an, die "Corona-Krise" setze ihm zu. Deshalb sei er so schnell gefahren.

Zwei Fahrzeuglenker aus dem Tennengau fuhren auf der Tauernautobahn mit jeweils 145 km/h und ein Lenker aus der Stadt Salzburg mit 168 km/h. In diesem Abschnitt der A10 ist eine Baustelle eingerichtet und es gilt eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Bei den drei Lenkern wird ein Führerscheinentzugsverfahren eingeleitet.[2]

4. April

Am Samstag, den 4. April, stoppte die Polizei in Salzburg erneut zahlreiche Raser. Eine Zivilstreife der Polizei stoppte am Samstagvormittag einen 31-jährigen Flachgauer, der auf der Westautobahn (A1) zwischen Mondsee und Thalgau mit 225 km/h unterwegs gewesen war. Im Pinzgau wurde ein Motorradlenker im Ortsgebiet von Neukirchen am Großvenediger mit 100 km/h gemessen. In diesem Bereich wären 50 km/h erlaubt gewesen. In der Stadt Salzburg erwischte eine Polizeistreife einen 52-jährigen Lenker, der bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 70 km/h mit dem Motorrad auf 144 km/h beschleunigt hatte, ein 26-jähriger Motorradfahrer wurde mit 147 km/h ertappt. Allein in der Alpenstraße wurden bei einer Kontrolle 31 zum Teil massive Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Ein 40-jähriger Deutscher wurde auf der Tauernautobahn bei Salzburg Süd mit 195 km/h geblitzt. Er habe sich vom schönen Wetter und der freien Autobahn zum Schnellfahren hinreißen lassen, gab er gegenüber der Polizei an.

6. April, Karwoche

Beamte der Landesverkehrsabteilung führten in der Nacht von Montag, 5. April, auf Dienstag, 6. April, wieder Geschwindigkeitskontrollen durch und stellten dabei mehrere Fälle eklatanter Tempoüberschreitungen fest. Wegen der Corona-Virus-Krise waren auf den Straßen ja derzeit wenige Fahrzeuge unterwegs. Uneinsichtige Bleifuß-Piloten glauben, dies ausnutzen zu müssen. Die Fälle im einzelnen:

  • Auf der Westautobahn (A 1) zwischen Eugendorf und Thalgau wurde ein 19-jähriger Pkw-Lenker mit 224 km/h gemessen. In diesem Bereich ist eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern erlaubt.
  • Auf der Tauernautobahn (A 10), Bereich Golling an der Salzach- Ofenauer Tunnel, Fahrtrichtung Stadt Salzburg, wurde ein Pkw-Lenker aus dem Pongau mit 179 km/h gemessen. In diesem Bereich ist eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erlaubt.
  • Auf der Lamprechtshausener Straße (B 156) wurde ein Pkw-Lenker aus dem Flachgau mit 161 km/h gemessen. In diesem Bereich ist eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern erlaubt.
  • In der Stadt Salzburg wurde auf der Innsbrucker Bundesstraße ein Pkw-Lenker aus dem Flachgau mit 111 km/h gemessen. In diesem Bereich ist eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern erlaubt.
8. April, Karwoche

Im Pinzgau wurden in Uttendorf und Stuhlfelden auf der Mittersiller Straße (B 168) insgesamt 47 Geschwindigkeitsübertretungen dokumentiert. Auf der Tauernautobahn, im Gemeindegebiet von Grödig, wurden zwei Lenker, die in Richtung Salzburg unterwegs waren, angehalten. Ein 21-Jähriger aus Grödig war bei erlaubten 100 km/h um 61 km/h zu schnell gefahren. Und ein 49-Jähriger aus Berlin wurde mit 150 km/h gemessen.

12. April, Ostersonntag
"Aktion scharf" am Osterwochenende
22 Führerscheine weg

In Werfen war ein Lenker mit 195 km/h auf der Autobahn unterwegs. Die höchsten Überschreitungen waren im Ortsgebiet von Grödig bei erlaubten 50 mit gemessenen 122 km/h, auf der L 101 bei Obertrum am See bei erlaubten 80 mit 144 km/h, auf der A 10 bei Oberalm bei erlaubten 80 mit 153 km/h und auf der A10 bei Werfen bei erlaubten 100 mit 195 km/h zu verzeichnen.

19. April, Sonntag

Die Highlights der Woche: Ein 27-jähriger Salzburger wurde am Dienstag auf der Münchner Bundesstraße in der Stadt Salzburg mit 104 anstatt 50 km/h gemessen. Ein 22-jähriger Pongauer wurde in der Nacht auf Mittwoch auf der Tauernautobahn bei Puch mit 166 km/h statt den erlaubten 80 km/h geblitzt. In Lamprechtshausen verfolgten die Beamten einen 22-jährigen Lenker eines Klein-Lkw. Der Syrer fuhrt im Ortsgebiet mit 105 Stundenkilometer. Trotz Blaulicht und Folgetonhorn hielt der Mann aber zunächst nicht an. Wie sich herausstellte, hatte der Lenker ein Handy in der Hand. Außerdem war er nicht angegurtet und konnte weder Verbandskasten noch Warndreieck oder Warnweste vorweisen. Auf der Wiestal Landesstraße in Adnet Richtung Ebenau überschritten am Samstagnachmittag zwei Verkehrsteilnehmer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h: Ein Pkw-Lenker aus dem Flachgau wurde mit 132 km/h gemessen. Ein Motorradlenker aus dem Flachgau wurde mit 113 km/h gemessen. Auf beide wartet eine Anzeige.[3]

24. April, Freitag

Ein 37-jähriger Salzburger wurde in der Alpenstraße in der Stadt Salzburg angehalten, da dieser stadteinwärts mit einer Geschwindigkeit von 146 km/h anstatt der erlaubten 70 km/h Beschränkung gemessen wurde. Am selben Tag führte die Landesverkehrsabteilung im Großraum Mittersill Radarmessungen durch. Ein Pkw Lenker wurde dabei auf der Landesstraße mit 137 km/h anstatt der erlaubten 80 km/h gemessen. Auf der Gerlos Straße (B 165) wurden gleich fünf Fahrzeuge mit mehr als 30 km/h Überschreitungen gemessen. Besonders eilig hatte es ein Motorradlenker aus Kufstein, welcher mit 166 km/h, bei erlaubten 100 km/h geblitzt wurde.[4]

25. April, Samstag

Mit 133 km/h durch die Innsbrucker Bundesstraße in der Stadt Salzburg, mit 138 km/h durch die Alpenstraße: Die Ausreden vieler Raser sind abenteuerlich, man habe die hohe Geschwindigkeit gar nicht bemerkt. Gleich zwölf Übertretungen haben Polizisten der Autobahnpolizei am Samstag auf der Westautobahn in Salzburg festgestellt. Besonders eklatant war die Geschwindigkeitsübertretung eines 34-jährigen. Dieser wurde gestoppt, weil er mit 159 km/h anstatt der erlaubten 100 km/h gemessen wurde. Bei der Anhaltung gab der Mann an, dass er einen wichtigen Termin habe, und zwar einen Autokauf.[4]

März

Am 8. März 2020 wurden bei Geschwindigkeitskontrollen auf der Tauernautobahn in Fahrtrichtung Villach zwei österreichische Lenker mit weit überhöhter Geschwindigkeit gemessen. Ein 47-Jähriger war bei erlaubten 130 km/h mit 192 km/h unterwegs. Ein 35-Jähriger wurde mit 202 km/h gemessen. Beide Lenker werden angezeigt.[5]

Quellen

Einzelnachweise

  1. www.sn.at, 2. April 2020
  2. www.sn.at, 3. April 2020
  3. www.sn.at, 19. April 2020
  4. 4,0 4,1 www.sn.at, 26. April 2020
  5. SN, 9. März 2020
Übersicht über die Beiträge zum Thema Infektionskrankheit Covid-19