Doppeltroadkastens des Duldingguts

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Alois Brunauer mit Sohn Josef vor dem fertig renovierten Doppeltroadkasten

Der Doppeltroadkastens des Duldingguts in Bad Vigaun ist ein sehr seltener doppelter Troadkasten - ein Pendant gibt es im Vorderwiestal, Oberalm.

Allgemeines

Er ist ein Indiz für einen hohen Bedarf an Lagerraum für die Getreideernte. Der Duldingkasten weist neben den bemerkenswerten Schlössern auch eine steinerne Stiege auf und war in den unteren Kränzen des Blockbaus stark renovierungsbedürftig. Das Duldinggut am Bad Vigauner Riedl gehörte zur Grundherrschaft des Bürgerspitals St. Blasius‎‎ Salzburg. Am Dachfirst des 2010 abgetragenen Einhofs stand die Jahreszahl 1708, am Troadkasten ist die Inschrift “1738 R+S” zu lesen - für einen Eigentümer R. Steingassinger.

Viel Kraft und Zeit hatte bis Frühjahr 2011 Eigentümer Alois Brunauer für die Renovierung des seltenen Doppeltroadkastens des Duldingguts in Bad Vigaun-Riedl aufgewendet. U. a. hat er fünf Festmeter Bauholz eingesetzt, vor allem für den neuen Dachstuhl und den Austausch schadhafter Teile des Blockbaus. Die 50 Quadratmeter Dachfläche des mit „1738“ datierten Kastens wurden im Frühjahr 2011 mit Lungauer Lärchenschnindeln neu eingedeckt – anstelle des alten rostigen Blechdachs. Alois Brunauer hat für die umfassende Sanierung auf eine Unterstützung durch das Land Salzburg und die Europäische Union angesucht.

Getreidekästen wurden in den vergangenen Jahrzehnten oft einfach weggeräumt, häufig fanden sie auch als Gartenhaus, Sauna o.a. eine neue Verwendung.

Quelle