Ernst Kronreif II.

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Ernst Kronreif, dem Wirt aus Überzeugung und seiner Frau Biljana, geb. Pavkic
links Walter Grüll von Grüll Fischhandel aus Grödig am Fischkalter im Gasthof Hohlwegwirt mit Ernst Kronreif, dem Wirt aus Überzeugung
Ernst Kronreif II.
Ernst Kronreif, Wirt aus Überzeugung
Ernst Kronreif, "Der Hüter der Pastete" in den Salzburger Nachrichten vom 11. August 2018

Ernst Johann Kronreif II. (* 24. November 1953 in Salzburg), »Wirt aus Überzeugung« vom Gasthof Hohlwegwirt in Hallein-Taxach, ist der Sohn des Mitbegründers der Motorenwerke KTM in Mattighofen im Innviertel, Ernst Kronreif I..

Leben

Kinder- und Jugendjahre

Ernst II. wuchs im Gasthof Hohlwegwirt in Hallein-Taxach auf und besuchte die Volksschule Hallein. Viele Wochenenden und seine Ferien konnte er bei seiner Großtante „Lola“, Maria Hartmann, in deren Haus in Grödig, der Villa Hartmann, verbringen. 1964 nahm er bei Metha Häuser, einer Konzertpianistin, Klavierunterricht. Jedoch blieben Erfolgserlebnisse aus und das Klavier wurde nebensächlich. Während der Hauptschulzeit versuchte er sich nochmals im Knabenchor (unter der Leitung von Hannes Klinger) und wurde im Musizieren mit der Blockflöte unterrichtet. Doch auch diese künstlerischen Versuche verliefen erfolglos im Sande.

Im Oktober 1968 begann er an der Hotelfachschule Bad Hofgastein seine Ausbildung, die er 1972 als Hotelkaufmann, diesmal erfolgreich, abschloss. In den Sommermonaten während seiner Ausbildung verdiente er sich ein Taschengeld bei seinem Onkel Hans Hager in dessen Bauunternehmen. Schon als 12jähriger durfte er bei seinem Vetter Paul, der ebenfalls im Bauunternehmen Hager tätig war, als Lastwagenbeifahrer die Arbeitswelt kennen lernen. Noch vor dem Beginn seiner Ausbildung zum Hotelkaufmann war er in den Sommermonaten 1968 im Service[1] beim Schloßwirt Anif tätig, wo er unter die Fittiche des „Altmeisters“ Heimo Graf genommen wurde. Auch im darauf folgenden Sommer arbeitete er im Schloßwirt Anif. Diesmal jedoch an der Rezeption und im Backoffice-Bereich [2]. 1970 schnupperte er sommers in der Metzgerei Stefanitsch in Hallein, 1971 in der Küche des Salzburger Flughafen-Restaurants, das damals zur Firmengruppe Koller + Koller gehörte. Nach dem Schulabschluss in Bad Hofgastein ging er für drei Monate nach Grenoble, Frankreich, um mit dem Unternehmen Schülerferien im Ausland, SFA, seine Sprachkenntnisse zu perfektionieren.

Den Grundwehrdienst beim Österreichischen Bundesheer verbrachte er, wie könnte es anders sein, beim Versorgungsregiment in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim. Dort zählte er übrigens zu den zehn besten Skifahrern des Regiments.

Einstieg ins Berufsleben

Nach Ende des Grundwehrdienstes stieg Ernst Kronreif in den elterlichen Betrieb in Hallein-Taxach ein. Doch schon nach wenigen Monaten zog es ihn wieder hinaus in die Welt. Von September 1973 bis September 1974 war er in Lausanne, Schweiz, in einem Hotel tätig. Zunächst in der Küche, dann in der Rezeption und schließlich wurde ihm auch die Abrechnung von drei weiteren Hotels und vier Restaurants desselben Eigentümers anvertraut. In dieser Zeit unternahm er in seiner Freizeit auf einer KTM 125 cm³ Penton Ausflüge in die Westschweiz. Im Herbst 1974 verließ er die Schweiz, um auf Bildungsreisen, die ihn durch die Türkei nach Persien und Afghanistan sowie auf die griechische Insel Kreta führten, seine Wissenshorizont zu erweitern.

Zurück gekehrt im Februar 1975 nahm er einen Job an der Rezeption des Hotels Friesacher in Anif an, damals noch unter der Leitung von Marianne und Michael Friesacher senior. Schließlich erhielt er im August des gleichen Jahres sein Hotelkonzessionsdekret. Im Spätherbst 1977 zog er weiter in die Küche in »Katzensbergers Adler« in Rastsatt, Deutschland[3]. Katzenberger zählte zu den besten 100 Köchen Europas und dort erlernte Ernst Kronreif die hohe Kunst des Pasteten-Machens. Ernst begeisterte sich dafür und und heute bietet er als besondere Spezialität im Gasthof Hohlwegwirt die verschiedensten Pasteten an.

Im Spätwinter 1979 kam es zu einem neuerlichen Intermezzo zu Hause beim Hohlwegwirt in der Küche, die unter der Führung seiner Mutter Ida einen ausgezeichneten Ruf in weiten Umkreis genoss. Doch dieses war von kurzer Dauer und er ging als Restaurantleiter nach Niederösterreich in die »Taverne am Sachsengang« in Großenzersdorf bei Wien, wo Robert Winkler, Chef des Hauses, sein Lehrmeister wurde. Ruhelos, wie Ernst in seiner Sturm- und Drangzeit war, blieb er aber auch dort nur knapp ein Jahr, um neuerlich in den elterlichen Betrieb für nicht ganz zwei Jahre zurückzukehren. Dort wurde er im November 1981 zum Weinritter der Weinbruderschaft geschlagen.

Im Dezember 1982 zog es ihn in die Vereinigten Staaten von Amerika. In McPherson westlich von Kansas City im Bundesstaat Kansas, etwa im geografischen Mittelpunkt der Staaten, begann er am Aufbau des Restaurants Raymonds Peppermill mitzuarbeiten. Seine Arbeit war unterbrochen von einer zweimonatigen Reise durch den Mittelwesten und Westen Amerikas, bei der er 17 amerikanische Bundesstaaten kennenlernte.

Aber bereits im Juli 1983 kehrte Ernst wieder nach Hallein zurück, um von da an, abgesehen von einigen Gastvorträgen, in seiner Heimat zu bleiben. Noch vor der Übernahme des elterlichen Betriebes im Jänner 1988 wurde er im April 1986 in den Vorstand des Verbands Beste Österreichische Gastlichkeit (BÖG) berufen und kochte 1987 bei Roger Vergé, einem der besten französischen Köche seiner Zeit. Nach der Übernahme des Hohlwegwirts verdoppelte er die Restaurantfläche zur heutigen Größe.

1998 setzte er mit der Gründung der Wirtevereinigung in Hallein und deren Wirtefest für Jedermann einen touristisch-gastronomischen Meilenstein in der Geschichte des Fremdenverkehrs von Hallein.

Er war von 2003 bis 3. Dezember 2012 Vorsitzender und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Hallein - Bad Dürrnberg, sowie Kurdirektor von Bad Dürrnberg.

Seine Liebe zum Motorrad ist ungebrochen. 1998 unternahm er eine Reise durch Kalifornien mit einer Harley Davidson, 1999 querte er die Alpen, wobei er mit seinem Motorrad in einer Woche 30 Pässe erklomm, 2002 zog es ihn in die Pyrenäen (Grenzgebirge Frankreich – Spanien, mit dem Kleinstaat Andorra) und 2006 machte er Korsika und die Toskana mit dem Motorrad unsicher.

Kronreif und BÖG

Servus Krone Beitrag KTM Erbe, 4:25 min Video

Beim Bundeskongress der „BÖG Beste Österreichische Gastlichkeit“ Ende April 2014 im Schloss Fuschl wurde Ernst Kornreif einstimmig als neuer Landesobmann für Salzburg gewählt. Seine Stellvertreter sind Mag. Harald Kratzer des Stern- und Gablerbräus sowie Gen. Dir. Paul Karnutsch des Schlosses Fuschl. Als langjähriger Geschäftsführer wurde Peter Kober wieder bestätigt. Karnutsch übernimmt auch das Amt des Schriftführers der Bundes-BÖG.

Ernst Kronreif privat

Ernst Kronreif hat drei Kinder und ist in zweiter Ehe verheiratet.

Familienübersicht

verheiratet mit Ida Kronreif, geborene Göllner, * 9. März 1923; † 24. Juli 1992
    • Ernst Johann Kronreif II. * 24. November 1953 ∞ Daniela (in erster Ehe), ∞ Biljana Pavkic (2016, in zweite Ehe)
      • Barbara Meininger, * 1984
      • Ernst Maximilian Kronreif III., * 1989
      • Johann Kronreif, * 1990

Funktionen

Ehrungen

In memoriam seines Vaters, Ernst Kronreif I.

In Erinnerung an seinen Vater veranstaltete Kronreif II. zusammen mit Peter Frohnwieser am 24. Mai 2009 erstmals die KTM Sternfahrt zum Gasthof Hohlwegwirt.

Bilder

weitere Bilder

 Ernst Kronreif II. – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblinks

Quelle

Einzelnachweise

  1. Service ist der Fachausdruck für den Bereich Servieren in einem gastronomischen Betrieb
  2. das ist der Büro- und Verwaltungsbereich eines Hotels
  3. siehe Stadtwikipedia Karlsruhe Rudolf Katzenberger