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Falkenstein (Krimml)

Falkenstein, Krimml

Der Falkenstein ist eine Felsanhöhe an der linken Talseite unterhalb der Ortschaft Krimml im Gemeindegebiet von Wald im Pinzgau.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Beim Falkenstein befindet sich eine Talenge, an der derzeit die Pinzgauer Lokalbahn noch auf Walder Gemeindegebiet endet. Er weist nach Süden hin eine unzugängliche Felswand auf, auf allen anderen Seiten war der Falkenstein ebenfalls schwer zugänglich und leicht zu befestigen. Darüber hinaus überblickt man vom Falkenstein das Salzachtal bei Krimml und den Zugang zum Krimmler Tauern. Der Falkenstein bot sich daher als idealer prähistorischer Siedlungsort an.

Geschichte

Im Jahr 1946 hat Martin Hell bei einer Begehung auf dem Krimmler Falkenstein Spuren einer vorgeschichtlichen Besiedelung entdeckt. Die ältesten Relikte reichen in die ältere Bronzezeit zurück. Aus der späten Bronzezeit und der frühen Hallstattzeit stammt das reichhaltigste Fundmaterial. Bei einer näheren Untersuchung des Siedlungsareals durch Martin Hell wurden 16 verschiedene Hütten angeschnitten, eine Hütte wurde vollständig ergraben. Die Hütten waren aus Rundholzstangen errichtet – vergleichbar mit der Bauweise alter Almhütten oder Heustadel. Die Feuerstelle befand sich in der Hüttenmitte. Das gefundene Scherbenmaterial wies Kupferschlacke als Magerungsmittel auf. Auch andere Kupferspuren kamen zutage, was die Annahme berechtigt, dass die Bewohner dieser Felsanhöhe Kupferbergbau betrieben haben. Ihre Abbau-, Verhüttungs- und Begräbnisplätze sind noch unbekannt.

Der Falkenstein bei Krimml wurde wie der Götschenberg, der Bürgkogel oder der Weberpalfen auch als Fliehburg genutzt.

Bergbau und Mineralien

In Stollen am Falkenstein, die auf den Abbau von Fahlerz zurückgehen, befindet sich ein Flussspat-Vorkommen. Das Gestein besteht aus Radstädter Kalk und birgt bis vier cm große Würfel von Flussspat in grünblauen bis blaugrünen Farbtönen. Die Farbe verbleicht aber im Tageslicht. Der Flussspat wird von sattelförmig gekrümmtem Dolomit, von kleinen Bergkristallen und von ein cm großen weißen Barytrosetten begleitet. An Erzmineralien wurde neben Fahlerz, Kupferkies und Pyrit, Azurit und Malachit in kleinen Kügelchen gefunden.

Gegenwart

Auf dem Falkenstein befindet sich das 1899 errichtete Gasthaus Falkenstein, ein leicht erreichbares Wander- und Ausflugsziel mit einem herrlichen Ausblick.

Quellen