Freiwillige Feuerwehr (allgemein)

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Die Feuerwehr bei einem Einsatz am Gaisberg 2009

In diesem Artikel werden allgemeine Themen um die Freiwillige Feuerwehr behandelt.

Geschichte

Am 1. November 1864 wurde in Oberndorf, nach dem Vorbild und unter Mithilfe der bayrischen Nachbarstadt Laufen an der Salzach, die erste Freiwillige Feuerwehr des Landes gegründet. Am 11. November 1865 folgte die erste Freiwillige Feuerwehr der Stadt Salzburg: I. Compagnie im Bürgerspital St. Blasius‎‎, linksseitiger Stadtteil Salzburg Stadtbrücke flussabwärts.

Am 1. Jänner 1881 trat die erste Feuerpolizei- und Feuerwehrverordnung für das Herzogtum Salzburg in Kraft; auf Grund dieses Gesetzes wurde am 17. März 1881 auch das "Vereins-Grundgesetz für den Landesverband der freiwilligen Feuerwehren des Herzogthumes Salzburg" beschlossen.

Durch das Landes-Feuerwehr-Gesetz vom 13. Oktober 1935 kam es zu Strukturänderungen im Feuerwehrwesen. Die Feuerwehren wurden zu Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie wurden autoritär geführt, die Feuerwehr-Führer nicht mehr gewählt, sondern ernannt.

Daten

In 157 Gemeinden mit insgesamt 245 000 Einwohnern gab es 187 Feuerwehren mit rund 13 200 Feuerwehrmännern. Heute gibt es in Salzburg 119 Freiwillige Feuerwehren, eine Berufsfeuerwehr und vier Betriebsfeuerwehren. Der Mannschaftsstand 2009: 10 394 Aktive, davon 278 Frauen. Sie stehen unter dem Kommando des Landesfeuerwehrkommandanten, dem obersten Vertreter der Salzburger Feuerwehren.

Daten 2007

Allein 2007 wurden von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr im Land Salzburg ehrenamtlich und unentgeltlich 861 936 Stunden geleistet; davon 62 937 bei 2 386 Brandeinsätzen, 111 855 Stunden bei technischen Einsätzen und 356 862 Stunden für Schulung und Ausbildung. Ohne die Feuerwehren würde es nicht diesen hohen Sicherheitsstandard im Land Salzburg geben. In Erinnerung sei noch die Hilfe der Feuerwehren bei der Schneekatastrophe im Februar 2006 und bei der Sturmkatastrophe 2007. Die Einsätze in der Brandbekämpfung und im Katastrophenfall verlangen mehr als nur körperliche Anstrengung. Dienst als Feuerwehrmann und -frau zu tun bedeute, sich selber unter großer psychischer Belastung in größte Gefahr zu begeben, um Leben und Gut anderer Menschen zu retten.

Ende 2007 gab es 69 Jugendgruppen mit 869 jungen Mitgliedern. 2007 wurden für die Jugendarbeit 97 791 Stunden und für die Betreuung der Jugend 34 562 Stunden aufgewendet. Dieses Engagement sei auch immer verbunden mit dem Verzicht auf individuelle Freizeitgestaltung.[1]

Daten 2011

13 000 Einsätze, 16 401 Mitglieder in 119 Feuerwehren, eine Million Stunden - davon ein Viertel für Schulungen und die Hälfte für Verwaltung und Geldbeschaffung[2];

Übersicht aller Feuerwehren in Stadt und Land Salzburg

Quellen

  • Salzburgwiki

Einzelnachweise