Historische Personaldokumente

Aus Salzburgwiki
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Dieser Artikel dokumentiert historische Personaldokumente, die einst natürlich auch in Salzburg verwendet wurden, aber nicht spezifisch für das Land waren. Der Beitrag soll einen allgemeinen Eindruck solcher Dokumente bringen.

Heimatschein

Heimatschein, ausgestellt von der Gemeinde Hintersee

Der Heimatschein wurde in Österreich im Jahr 1863 eingeführt. Im Gemeindegesetz von 1859 wird erstmals der Begriff "Heimatrecht" verwendet. Im Heimatrechtsgesetz im Jahr 1863 wird die Gemeinde als zuständig für die Führung einer Matrikel der Mitglieder (Heimatrolle) und die Ausstellung von Heimatscheinen erklärt. Der Ausstellung eines Heimatscheins wird im Wesentlichen das Abstammungsprinzip (ius sanguinis) zugrunde gelegt.

Das Heimatrecht könnten nur österreichische StaatsbürgerInnen in einer österreichischen Gemeinde erwerben. Jeder Staatsbürger sollte in einer österreichischen Gemeinde das Heimatrecht besitzen. Mit dem Heimatrecht war das Recht auf ungestörten Aufenthalt in der Heimatgemeinde und eine Armenversorgung verbunden. Das Heimatrecht konnte einem Staatsbürger nur in einer Gemeinde zustehen und durch Geburt, Verehelichung, Aufnahme in den Heimatverband und ein öffentliches Amt erlangt werden. Eheliche Kinder erlangten das Heimatrecht in jener Gemeinde, in welcher der Vater zur Zeit ihrer Geburt heimatberechtigt war, uneheliche Kinder waren in der Gemeinde heimatberechtigt, in der die Mutter zur Zeit der Entbindung das Heimatrecht besaß. Frauen erlangten durch die Verehelichung das Heimatrecht in der Gemeinde, in welcher der Ehegatte heimatberechtigt war.

Im Jahr 1938 wurde durch das Nationalsozialistische Regime das Heimatrechtsgesetz außer Kraft gesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gesetz nicht wieder in Kraft gesetzt, da es mittlerweile nicht mehr zeitgemäß war.

Identitätsausweis

Identitätsausweis von 1946, Collage Seite 1 bis Seite 7

Der Identitätsausweis war in vier Sprachen ausgestellt und war in den Jahren 1945 bis 1955 in Verwendung. In der Besatzungszeit zwischen 1945 und 1955 gab es einen Identitätsausweis (umgangssprachlich „I-Ausweis“) mit Foto und den Angaben in den vier Sprachen der Besatzungsmächte. Er wurde auch von Salzburgern benötigt, wenn sie die jeweilige Zonengrenze überschreiten wollten.

Quellen

  • HELP.gv.at
  • Urheber beider Originalartikel war Franz Fuchs