Mahnmal NS-Opfer St. Anton

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Mahnmal für die Opfer des nationalsozialistischen Terrors in Bruck an der Großglocknerstraße, Standort St. Anton

Das Mahnmal in St. Anton erinnert an die Opfer des NS-Terrors im Bereich der Gemeinde Bruck an der Großglocknerstraße.

Lage

Das Mahnmal befindet sich im Gelände des Caritas Dorfes St. Anton im Osten in der Gemeinde nahe der ehemaligen Klosterkirche und dem Traunerhaus.

Geschichte

Rudolf Leo wurde von der Gemeinde Bruck beauftragt über die NS-Zeit im Gemeindegebiet zu forschen und die Ergebnisse in Buchform zusammen zu fassen. Christina Nöbauer beforschte im Einvernehmen mit der Direktion der Caritas Salzburg das Schicksal der ehemaligen BewohnerInnen der Caritas-Anstalt St. Anton. Als die Ergebnisse 2014 (Nöbauer, unveröffentlichte Dokumentation „Opfer der Zeit“) und 2015 (Leo, Publikation „Bruck unterm Hakenkreuz“) vorlagen, beschlossen Gemeinde und Caritas im Gelände des Dorfes St. Anton ein Mahnmal errichten zu lassen. Mit der Konzeption und der Umsetzung wurde der Kunststudent Sebastian Gärtner beauftragt. Das Mahnmal wurde im November 2015 im Beisein des Kulturlandesrates Heinrich Schellhorn, des Caritasdirektors Johannes Dines, des Bürgermeisters Herbert Bugschwaiger, der Vizebürgermeisterin Karin Hochwimmer, Kindern und BetreuerInnen aus dem Caritas Dorf St. Anton und Gästen aus Bruck und den Nachbargemeinden im Rahmen einer bewegenden Feier eingeweiht.

Beschreibung

Das Denkmal ist allen Verfolgten - Inhaftierten und Todesopfern - des NS-Terrors im Bereich des Gemeindegebietes von Bruck an der Großglocknerstraße gewidmet. Auf die Nennung von Namen wurde verzichtet. (Die Vornamen der Opfer wurden bei der Einweihung verlesen).

Das Mahnmal besteht aus einer leicht geneigten Bodenfläche aus grauen Steinplatten mit zwei herausragenden Monolithen, deren Oberfläche durch einen Riss, der die drei erwähnten Elemente durchzieht, damit gleichzeitig verbindet und in der Dunkelheit leuchtet, „gestört“ ist. In diesem Riss ist ein unter den Platten befindlicher Text zu sehen, von dem jedoch auf Grund der Überdeckung durch die Steinplatten nur einzelne Wortfetzen zu entziffern sind. Er stammt von einem ehemaligen Zögling des Dorfes St. Anton.

Literatur

Quelle

  • Eigenartikel von Christina Nöbauer