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Michael Seifert

Michael Seifert war ein Salzburger Maler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Michael Seifert stammte aus Salzburg, zumindest ging er in Salzburg in die Hauptschule an der Griesgasse. Danach absolvierte er eine künstlerische Ausbildung, in der er sein besonderes Talent im naturalistischen Zeichnen und Malen verfeinerte. Er lebte und arbeitete stets in Salzburg, zuletzt wohnhaft in Nonntal im Erhardgässchen.

Verheiratet war er mit einer Organistin oder Pianistin, die aus Norwegen stammte. Sie war Michael Seiferts größter Fan, denn man konnte beide häufig während der Festspielzeit zusammen sehen. Während er arbeitete, sah sie ihm, geduldig daneben stehend, stets dabei zu.

Michael Seifert wurde etwa 60 Jahre hat und starb um 2005.

Werke

Michael Seiferts Gesamtwerk umfasst hauptsächlich sehr feingliedrige Zeichnungen und zart kolorierte Aquarelle, insbesondere von Salzburg, bestehend aus Bildern von Stadtansichten, Plätzen und markanten Gebäuden (z. B. Chiemseehof, Domplatz, Alter Markt). Diese befinden sich überwiegend im Privatbesitz. Er arbeitete aber auch während seiner häufigen Reisen nach Südfrankreich und in Norwegen, aus persönlichen Gründen, aber auch wegen der dort gegebenen besonderen Stimmungen und Lichtverhältnisse.

Michael Seifert signierte und datierte seine Werke stets nur mit einem Monogramm.
Vierstellige Jahreszahl, diese in der Mitte geteilt durch eine dem Buchstaben "H" ähnliche Linienform, jedoch mehr breit als hoch,
zwischen den beiden senkrechten Linien befindlich seine Initialen, oberhalb der mittleren Linie ein "M", unterhalb ein "S".

| M |
19 ------- 92
| S |

Anekdote

Anfangs der 1990er stand der Maler am Elisabethkai beim Makartsteg, an einem Bild mit Blick auf die Altstadt von Salzburg arbeitend. Als einer von vielen blieb ich stehen und sah dem Maler eine Zeit lang zu. Dann sprach ich ihn an - ohne dass wir uns einander vorgestellt hätten - und wir unterhielten uns über das Zeichnen, das bekannte Motiv und über einzelne Details des aktuellen Bildnisses, während ich zwischenzeitlich in Gedanken versuchte, es einzuordnen. Der Reihe nach ging ich mir geläufige Künstler und ihre Werke durch, bis mir schließlich ein passender Name einfiel. So sagte ich zu dem unbekannten Maler: "Sie malen wie der bekannte Salzburger Künstler 'Michael Seifert'?" Prompt antwortete er mir laut lachend: "Ich bin der 'Seifert'!" Daraufhin stellte sich der Passant als Thomas Schmiedbauer vor und wir kamen näher ins Gespräch.

Im Laufe der Jahre sahen wir uns noch häufig in der Stadt und wir plauderten dabei über dieses oder jene neue Bild, an dem er gerade arbeitete.

Quelle