Mondseer Rauchhaus

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Mondseer Rauchhaus zum Frühlingsbeginn 2009

Das Mondseer Rauchhaus befindet sich im Freilichtmuseum Mondsee im oberösterreichischen Mondsee.

Allgemeines

Das Mondseer Rauchhaus ist eine ehemals im Mondseeland verbreitete Gehöftform, die samt den Nebengebäuden am Hilfberg nahe des Marktplatzes die bäuerliche Kultur vergangener Tage veranschaulicht.

Der Bauernhof stammt zumindest aus dem Jahr 1416 und vereinigt Wohnhaus, Stall und Stadel in einem Gebäude. Rauchhäuser hatten keinen Kamin und somit zog der Rauch frei über das gesamte Haus ab. Über der Feuerstelle wurden am Rauchboden Getreidesorten zum Trocknen aufgelegt. Die Räume wiesen typischerweise rußgeschwärzte Wände und Decken auf.

Daneben werden im Rauchhaus Tradition und Handwerk vergangener Tage dokumentiert.

50 Jahre Freilichtmuseum Mondseer Rauchhaus

Am 11. Juli 2010 feierte das Freilichtmuseum Mondseer Rauchhaus sein 50jähriges Bestehen. Schon 1947 gab es im Mondseeland Bemühungen, eines der damals noch bestehenden alten Rauchhäuser zu erhalten. Die Abtragung und der Neuaufbau dieser alten Holzhäuser stellte damals Neuland dar. Um das Gelingen des Vorhabens machte sich Zimmererpolier Johann Hufnagl aus Zell am Moos zusammen mit bäuerlichen Zimmerern und Helfern besonders verdient. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1960 stellte das Museum das erste dieser Art in Oberösterreich dar. Bis 2010 konnten beim Rauchhaus über 600 000 Besucher gezählt werden.

Bildergalerie

Quellen