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Peter Hettegger

Peter Hettegger

Peter Hettegger (* 2. März 1956 in Großarl, Pongau) ist Hotelier in Großarl und Berchtesgaden und war eine Amtsperiode lang Bürgermeister der Marktgemeinde Großarl.

Vorgestellt

Er lernte Elektriker, weil es der Vater so wollte, und schuftete acht Jahre lang als Forstarbeiter. Heute ist Peter Hettegger aus Großarl einer der erfolgreichsten Hoteliers Österreichs. 17 Familienmitglieder arbeiten im "Edelweiß"-Imperium. Ende Mai 2010 wird ein neues "Edelweiß" in Berchtesgaden eröffnet.

Der Standort ist reiner Zufall. "Der Berchtesgadener Lederhosenmacher Franz Stangassinger ist bei uns in Großarl Stammgast. Er hat mich hierhergebracht", erzählt Hettegger. "Ich war 2005 das erste Mal in Berchtesgaden. Ich war begeistert. Da waren so viele Leute wie in der Getreidegasse. Der Watzmann hat geleuchtet."

Begonnen hat alles im Jahr 1979 mit der Konzessionsprüfung und der 14-Zimmer-Pension "Edelweiß" in Großarl. Schon mit zwölf Jahren stand für Peter Hettegger fest: "Ich will Wirt werden." Seine Eltern vermieteten ein paar Zimmer an Sommerfrischler. "Ich bin gern um sechs Uhr aufgestanden und habe für die Gäste das Frühstück gemacht." Aus der Koch- und Kellnerlehre wurde nichts. Vater Peter habe entschieden: "Zuerst lernst einen anständigen Beruf." Elf Kinder waren im Haus. "Der Vater hatte eine Vision. Jeder der sechs Buben sollte ein eigenes Haus haben." Da war Arbeitsteilung gefragt. Der eine lernte Maurer, der andere Installateur. Der Start als Hotelier war schwierig, das Risiko groß. Der Schlüssel zum Erfolg war die Werbung auf Messen. "Ich habe nicht auf den Kunden gewartet, sondern bin zu ihm hinausgefahren." Auch im Hotel sei der persönliche Kontakt das Wichtigste. "Das ist für den Kunden das Schönste. Er hat immer jemanden von der Familie da. Mein Vater geht mit den Gästen noch drei Mal in der Woche wandern."

Auch die Mitarbeiter gehören fast zur Familie. Wer beim Vorstellungsgespräch das Wort "Job" in den Mund nimmt, hat aber keine besonders gute Karten. "Es ist ein wunderschöner Beruf und eine Berufung. Wer das nicht gern macht, ist für uns nicht der Richtige."

Gestartet wird in Berchtesgaden mit 95 bis 100 Mitarbeitern (in Großarl sind es 108). Die Kosten für das 240-Betten-Hotel mit Schwimmbad und Panoramarestaurant im vierten Stock beziffert Hettegger mit 30 Mill. Euro.

Der Großarler ist Obmann der Salzburger Hotellerie und "Nummer zwei" im österreichischen Fachverband. Von 1994 bis 1999 war er Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Der Widerstand gegen die geplante Mülldeponie hatte ihn dazu motiviert. Das Projekt wurde verhindert. "Wir haben aber auch sonst sehr viel erreicht und Bauland verfügbar gemacht, damit der Wohnbau wieder möglich wurde."

 
Hotel Edelweis in Berchtesgaden, Panoramaaufnahme

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Quelle

  • Salzburger Nachrichten (Thomas Auinger)