Pfarr- und Dekanatskirche zum hl. Georg

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Dekanatskirche Bergheim

Die Pfarr- und Dekanatskirche zum hl. Georg ist eine katholische Kirche in der Flachgauer Gemeinde Bergheim. Sie steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die im gotischen Stil erbaute Kirche wurde 927 erstmals urkundlich erwähnt. Im späten 17. Jahrhundert wurde sie dann von Mathias Köllensperger im frühbarocken Stil umgebaut. Bezeichnend für diese Epoche ist die Anordnung und Form der Fenster, die eine gleichmäßige Ausleuchtung ermöglichen.

Das Altarbild stellt den Patron der Kirche, den heiligen Georg, im stürmischen Kampf mit einem Drachen dar. Neben dem Altar befinden sich Heiligenfiguren in prunkvollem Gold. Nach Plänen des Hofbaumeisters Wolfgang Hagenauer erhielt der gotische Turm 1797/98 ein neues Glockengeschoss. Der einschiffige Saalbau ist in vier Joche gliedert. Die auffallend schmalen Joche des Langhauses werden von Pilastern gegliedert. Glockenstuhl, Orgel und Innenräume wurden 2005 und 2006 generalsaniert. Der etwas einspringende Altarraum zeigt eine runde Apsis.

Orgel

Bet- und Musikempore
Klais-Orgel (2017) im Gehäuse von Johann Mauracher (1859)

Das Gehäuse der jetzigen Orgel schuf der damals in Braunau am Inn ansässige Orgelmacher Johann Nepomuk Carl Mauracher im Jahr 1859. Da die Pfarre mit Johann Maurachers Arbeit nicht zufrieden war, ließ sie es 1867 von Matthäus Mauracher umbauen und um fünf Register erweitern. Am 13. Juni 1867 kollaudierte Johann Joseph Kliebenschädl[1] das Instrument und sprach ihm im Salzburger Kirchenblatt eine öffentlich ausgesprochen Annerkennung der Solidität und Vortrefflichkeit zu.[2]
1968 fügte Dreher & Reinisch eine neue mechanische Orgel ins Gehäuse ein, vor diesem kam ein freistehender Spieltisch mit Blickrichtung zum Prospekt zur Aufstellung. Da das Instrument weder klanglich noch technisch überzeugte, entschlossen sich die Verantwortlichen der Pfarre Bergheim, nach einem gediegenen Instrument Ausschau zu halten.
Unter Federführung Pfarrer (1993–2016) Felix Königsbergers, Organist (2007–2017) Lukas Wegleiters und Domorganist Heribert Metzgers begann ein langjähriger Findungsprozess, an dessem Ende die Orgelbauanstalt Johannes Klais in Bonn den Zuschag für die Herstellung einer neuer Orgel erhielt. Das Orgelgehäuse wurde renoviert und nach klassichen tischlerischen Methoden wieder hergestellt, in diesem Zuge auch das alte Zifferblatt auf dem Gehäuse mit gängigen Zeigern versehen. Die Fassung der Orgel wurde mit der originalen Farbgebung ausgeführt. Das im Orgelgehäuse aus dem Jahr 1859 untergebrachte neue Klais-Instrument erhielt 28 Stimmen, es wurde am 15. Oktober 2017 von Erzbischof Franz Lackner feierlich gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.

Disposition 2017

I Hauptwerk C–f3
VIOLA DI GAMBA 8′
FLAUTEN 8′[Anm. 1]
COPEL 8′
HOHLFLÖTEN 8′
CORNET III 22/3
PRINCIPAL 8′
OCTAV 4′
QUINT 22/3
SUPEROKTAV 2′
MIXTUR IV 11/3
TROMPET 8′
TREMULANT[Anm. 2]
II Positiv C–f3
DOPPELFLÖTEN 8′
ROHRFLÖTEN 8′
NASAT 22/3
FLAGEOLET 8′
TERZ 13/5
FAGOTT 8′
UNDAMARIS 8′[Anm. 3]
SALICIONAL 8′
QUINTADENA 8′
FUGARA 4′
TREMULANT[Anm. 4]
Pedal C–d1
SUBBASS 16′
OCTAVBASS 8′
VIOLON 8′
FLÖTENBASS 8′[Anm. 5]
SUPEROCTAVBASS 4′[Anm. 6]
POSAUN 16′[Anm. 7]
TROMBON 8′
  • Koppeln: II/I, II/I Suboktavkoppel, I/P, II/P, II/P Superoktavkoppel
  • Temperierung: Bach-Kellner
  • Stimmton: a1 = 440 Hz bei 15 °C

Anmerkungen

  1. Ursprünglich zu Ehren des em. Pfarrers Felix Königsberger mit FELIXFLÖTEN 8′ beschriftet.
  2. Auslasstremulant.
  3. ab c0, schwebend zu SALICIONAL 8′, 40 % Zinn.
  4. Auslasstremulant.
  5. Extension aus SUBBASS 16′, Holz.
  6. Extension aus OCTAVBASS 8′, 75 % Zinn.
  7. volle Becherlänge, C–H Holzbecher, ab c0 Metallbecher, 70 % Zinn.

Bildergalerie

Quelle

Einzelnachweise