Russenfriedhof (Neu Anif)

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Serbisches Denkmal im Lagerfriedhof in Neu-Anif
Gedenken der Kameradschaft Anif-Niederalm-Neu-Anif am Friedhof
Russenfriedhof in Neu-Anif, Panoramabild

Der Russenfriedhof (Neu Anif) befindet sich heute im Anifer Ortsteil Neu-Anif.

Geschichte

Neben 156 Italienern, 34 Jugoslawen, 21 Deutschen und 26 Österreichern ruhen hier 1 851 Russen in Flachgauer Erde. Zwei Weltkriege haben sie nach Salzburg verschlagen, die meisten der Erste. Denn der heutige „Russenfriedhof“ ist Folge des einst größten Kriegsgefangenenlagers auf Salzburger Boden.

Der Friedhof war Teil des Lagers Niederalm, das Anfang 1915 für zunächst nur russische Gefangene entstand. Daher erhielt dieses Lager auch den Namen Russenlager und daher rührt der heutige Name des Russenfriedhof. Neu-Anif bestand damals noch nicht, es gab nur den Namen Niederalm als Ortsbezeichnung.

Die Gräber

Obwohl der Name Russenfriedhof darauf hindeutet, dort seien (nur) Russen begraben, trifft dies nicht zu. Zwischen 1914 und 1918 wurden auch italienische Kriegsgefangene dort begraben. Insgesamt fanden zwischen 1914 und 1920 891 russische Kriegsgefangene, 926 russische zivil-Internierte, 24 Serben, 156 Italiener, 21 Deutsche und 26 Österreicher auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe[1]

Während 1939 und 1945 führte der Friedhof die Bezeichnung Lagerfriedhof Grödig. In dieser Zeit wurde dort 34 Sowjetbürger und 10 Jugoslaven[1] beerdigt.

Lage

Der Russsenfriedhof befindet sich östlich der Berchtesgadener Straße, die von der Autobahnanschlussstelle Anif-Grödig in südöstliche Richtung zur Grenze nach Deutschland bein Hangendenstein-Pass führt. Von der Kreuzung Grödig-Neu-Anif biegt man in Richtung Niederalm ab und nimmt die erste Straße rechts. Diese führt zum Eingang des Friedhofs.

Es gibt keine Parkmöglichkeit direkt beim Friedhof!

Bildergalerie

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Tafel am Eingang zum Friedhof, Daten-Erhebung am 20. April 2010