Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus

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Pfarrkirche Morzg außen
Karte
Der gotische Flügelaltar

Die Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus ist eine römisch-katholische Kirche im Salzburger Stadtteil Morzg.

Geschichte

Die Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus in Morzg wird urkundlich erstmals im Jahr 1139 erwähnt. Um 1680 wurde auf Resten der alten Kirche mit dem Bau einer neuen barocken Kirche begonnen. Von dem alten gotischen Kirchenbau ist im Kern außer dem gotischen Altar wohl nur der polygonale Chorabschluss erhalten, auch Teile des Turmes bleiben bestehen. 1683 war die Umgestaltung zu einer barocken Staffelkirche mit niedrigeren Seitenschiffen fertig gestellt. Der Umbau zum Zwiebelturm erfolgte urkundlich 1764.

Die Außenwand der Kirche schmückt ein römischer Grabstein mit der Skulptur eines Delphins, einem Auferstehungssymbol, das aus dem 2./3. Jahrhundert stammt.

Der gotische Flügelaltar

Der wertvolle spätgotische Hochaltar stammt aus den Jahren um 1480 und damit aus der gotischen Kirche. Der Altar ist landesweit der einzige gotische Flügelalter, der bis heute an seinem ursprünglichen Platz steht und ist landesweit neben dem Veit-Stoß-Altar in der Johanneskapelle der Benediktinerinnenabtei Nonnberg und dem Flügelalter der Kirche Mariae Himmelfahrt einer vor lediglich drei in Kirchen erhaltenen gotischen Flügelaltären. Die neugotische Ergänzungen an diesem Altar aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden 1960-1961 wieder entfernt. Die Pretella mit dem Tafelbild Christi und den 12 Aposteln sowie die Statuen neben dem Tabernakel - Nikolaus und Sebastian sind weiterhin neugotische Ergänzungen.

Der Flügelaltar zeigt im Mittelschrein den heiligen Vitus (Veit) als Hauptpatron der Kirche in der Mitte, den heiligen Georg mit Drachen zu seiner Linken und den heiligen Leonhard, der Abt mit Kette und Buch, zur Rechten.

Die Flügel zeigen im geöffneten Zustand vier Szenen aus der Legende des heiligen Veit: Veit verweigert das Götzenopfer, Versuchung des hl. Veit, Erblindung des Vaters, hl. Veit im Ölkessel mit den hl. Modestus und Crescenzia.

Die Flügelaußenseiten (Altar im geschlossenen Zustand) zeigen die Erhebung Maria Magdalenas, die Marter des hl. Sebastian, die Marter der hl. Ursula sowie die Marter des hl. Achatius.

Die Seitenaltäre

Von Johann Friedrich Pereth stammen die Bilder der beiden barocken Seitenaltäre:

  • Hl. Familie mit den hll. Antonius von Padua u. Franz de Paula, 1686, rechtes Seitenaltarbild mit dem Bild von Morzg und der Emsburg an der Hellbrunner Allee
  • Hll. Sebastian und Florian, 1686, Oberbild des rechten Seitanaltars
  • Maria mit den hll. Erasmus und Barbara, Rupert (Attribut: Salzfass) und Virgil (Attribut: Dom), 1686, mit dem Bild der Frohnburg an der Hellbrunner Allee
  • Hll. Johannes der Täufer und Rochus, 1686, Oberbild des linken Seitenaltars

Die Fresken Anton Faistauers

Fresken Anton Faistauer im Hauptschiff
Hauptartikel Anton-Faistauer-Fresken in der Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus

Sehenswert sind vor allem auch die Fresken in der Kirche, die Anton Faistauer und seine Mitarbeiter, darunter Wilhelm Kaufmann und Theodor Kern − in den Jahren 1922/1923 schuf. Diese Fresken sind heute ein besonderer Anziehungspunkt, weil Morzg als einziges Gotteshaus in Salzburg damit ein herausragendes Werk zeitgenössischer Kunst der Zwischenkriegszeit besitzt, das sich in ausgezeichneter Weise in die barocke Kirche einfügt.

Friedhof

Hauptartikel Friedhof von Morzg

Bilder

 Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblinks

Quelle

Einzelnachweise