Stifts- und Salzachmühle St. Peter

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Aiglhof Wirtschaftsgebäude
Stifts- und Salzachmühle St. Peter 2007
ehemalige Mühle bei der Stiftsbäckerei St. Peter

Die Stifts- und Salzachmühle St. Peter ist ein Unternehmen der Benediktiner-Erzabtei St. Peter und versorgt die Stiftsbäckerei St. Peter mit Mehl.

Lage

Die Stifts- und Salzachmühle St. Peter befindet sich im Salzburger Stadtteil Mülln.

Geschichte

Im 12. Jahrhundert entstanden die Stiftsmühle im Bereich des damaligen Erzstifts St. Peter und die Salzachmühle des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern in Mülln an der Salzach. Im Kriegsjahr 1942 wurden sie den Besitzern enteignet und zum Gaueigentum erklärt. 1945 wurden sie ihren Besitzern wieder zurückgegeben. Während die Stiftsmühle von Bombenangriffen verschont geblieben war, musste die nur mehr aus einem Trümmerhaufen bestehen Salzachmühle 1946 neu aufgebaut werden.

Die Salzachmühle verfügte über eine Kraftanlage und die Barmherzigen Schwestern wollten sich auf die Stromversorgung konzentrieren. Daher legte man die Stiftsmühle und die Salzachmühle zusammen. In der Salzachmühle wurde Weizen, in der Stiftsmühle Roggen vermahlen. In einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Aiglhofs wurde ein Getreidesilo errichtet, der als Getreidelager für beide Mühlen diente.

Doch durch die verkehrstechnisch ungünstige Lage der Stiftsmühle im Zentrum der Altstadt an der Ecke Festungsgasse - Kapitelplatz wurde die An- und Auslieferung der Produkte immer schwieriger. Man beschloss also nach fast 800 Jahren die Produktion von Mehl in der Stiftsmühle einzustellen. Das Getreide wurde nur mehr in der Salzachmühle vermahlen. Doch auch der Standort der Salzachmühle zeigte sich hinsichtlich der Zufahrt und Ausbaumöglichkeiten auf Dauer nicht geeignet.

Man plante daher eine neue Mühle direkt beim Getreidesilo im Aiglhof zu errichten. Nach längeren Verhandlungen mit der Bau und Gewerbebehörde wurde schließlich ein Teil der Getreidesilos abgetragen um an deren Stelle die neue Mühle zu erbauen. Der Maschinenpark der Salzachmühle war damals auf dem neuesten Stand der Technik und konnte fast vollständig in das neue Gebäude übernommen werden. Komplett neu gebaut wurde der Mehlsilo mit Mehlsortenabsackung und Loseverladung. 1989 konnte dann die Stifts- und Salzachmühle unter dem Geschäftsführer Franz Grabmer (junior) aus dem Gebäude am Salzachgässchen in den Aiglhof übersiedeln. Dort besteht auch noch heute der Betrieb, in dem durch moderne elektronische Schaltanlagen der Firma Bühler Mühle, Getreide- und Mehlsilo gesteuert und überwacht werden.

In der einzigen Klostermühle Österreichs, die zugleich eine der modernsten Mühlen ist, werden täglich in zwei getrennten Vermahlungssystemen 50 Tonnen Weizen und 20 Tonnen Roggen vollautomatisch zu Mehl vermahlen.

Geschäftsführer

Bildergalerie

Quellen