Verein Sudhaus hallein.kultur

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Der Verein Sudhaus hallein.kultur war der Nachfolgeverein des Kulturforums Hallein, das sich mit Rückzug seines Gründer Friedrich Bahner mit Ende 2015 nun neu orientieren möchte.

Verein Sudhaus hallein.kultur

Nach dem Rückzug von Friedrich Friedl Bahner und seinem Kulturforum Hallein kümmerte sich seit 2016 der neugegründete Verein Sudhaus hallein.kultur um die kulturelle Versorgung der größten Bezirkshauptstadt Salzburgs, Hallein. Der Verein um Obfrau Birgitt Stieldorf hatte sich für 2016 folgende Themenschwerpunkte vorgenommen: Feststadt Hallein, Sudhaus Werkstätten, Filmstadt Hallein und Dürrnberger Konzerte. Außerdem wollte man Kooperationen zwischen Vereinen fördern und einen gemeinsamen Veranstaltungskalender erstellen.

"Das Erbe von 'Urgestein' Friedl Bahner anzutreten, ist bestimmt eine Herausforderung, aber der Enthusiasmus ist groß, und die neuen Ideen sind vielfältig. Ich freue mich auf innovative und partizipatorische Projekte, die einen möglichst niederschwelligen Zugang zu Kultur für alle Altersgruppen möglich machen", sagte kürzlich Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn. Das Land Salzburg förderte das vielfältige Programm 2016 mit 25.000 Euro und einmalig mit 15.000 Euro für infrastrukturelle Investitionen. Das Vereinslokal am Oberen Markt war schon bezogen und sollte ein öffentlicher Treffpunkt werden für alle Kulturinteressierten und Kulturschaffenden.

Der Verein Sudhaus initiierte kulturelle Aktivitäten, vernetzte Künstler, Kulturinitiativen sowie Kulturveranstaltende und förderte zeitgenössisches, unabhängiges und innovatives sowie den kulturellen Traditionen verbundenes Kunst- und Kulturschaffen. Dabei wurden einerseits erfolgreiche und hochqualitative Formate aus der Vergangenheit genutzt, um sie behutsam weiter zu entwickeln. Andererseits sollten neue, unerwartete und ungewohnte kulturelle Ereignisse die Bezirkshauptstadt Hallein als Ort lebendiger Kultur weiterhin beleben.

2016 sollte der Verein überraschend das Halleiner Stadtfest ausrichten, das 14 Jahre lang vom Verein Hallein feiert organisiert worden war und der auch bereits in Vorarbeiten für 2016 investiert hatte.

Anfang 2020 drohte dem Verein das "Aus". 2019 hatte der Verein ein Budget von 63.000 Euro für die Infrastruktur wie Personal, Miete sowie die Produktion des quartalsweise erscheinenden Kulturfolders "Kulturtermine Hallein". Die Existenz des Vereins im 1. Quartal, wofür nur 4.000 Euro seitens der Stadtgemeinde Hallein gewährt wurden, konnte dank einer vorläufigen Förderzusage vom Land Salzburg gesichert werden. Der Verein war dennoch mit einem großen Umbruch konfrontiert, die Stadtgemeinde Hallein hatte für die drei weiteren Quartale noch 16.000 Euro zugesagt, wovon 12.000 Euro in Projekte fließen mussten.

Ein endgültiges "aus" für den Verein kam dann im Jahr der Coronapandemie, Ende November 2020. Die Stadtgemeinde hatte die Förderung um 80 Prozent kürzte. Kulturstadträtin Rosa Bock (SPÖ) kündigte an, eine eigene Koordinationsstelle im Rathaus zu schaffen. Der 20-Stunden-Posten ist nun seit 11. Jänner 2021 besetzt. Die Wahl fiel auf Eszter Fürjesi (48). Sie engagiert sich ehrenamtlich bei der Oberalmer Kulturwerkstatt und ist dort für den Bereich bildende Kunst zuständig.

Quellen