Walter Habersatter

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Walter Habersatter

Walter Habersatter (* 14. März 1930 in Radstadt, Pongau) ist ein ehemaliger Salzburger Skispringer.

Vorgestellt

Eigentlich wurde Walter Habersatter am 13. März 1930 geboren. Seine abergläubische Mutter überredete allerdings den Standesbeamten, den 14. als Geburtstermin in der offiziellen Urkunde einzutragen[1].

Walter Habersatter besuchte die Volks- und Hauptschule im heimatlichen Radstadt, lernte wegen des elterlichen Betriebes Konditor am Wasserfall in Bad Gastein und besuchte die Hochschule für Konditoren in Wien. In den 1950er Jahren war er als Ski- und Bergführer bei den Amerikanern in Saalfelden tätig. 1955 wurde er vor 50 000 Zuschauern am Semmering österreichischer Meister im Skispringen, 1956 gewann er den Kongsbergcup, 1957 die Schweiz-Tournee. Zwischen 1954 und 1964 stand er ununterbrochen im Tourneeteam des ÖSV.

1959 war das große Jahr des Radstädters: er gewann das Tourneefinale in Bischofshofen und "Silber" in der Vierschanzentournee, holte Siege bei der Russland- und der Schweden-Tournee. Zudem wurde er zum "Weltbesten Springer" des Jahres gewählt.

Habersatter nahm an drei olympischen Spielen und zwei Weltmeisterschaften teil – alles neben seiner Laufbahn als Wirt, Kegelbahnbetreiber und Konditormeister: "Der Walter Gefäll, vom Sportgeschäft, hat mich und Putzi Frandl immer kräftig unterstützt. Zum Verdienen gab es nichts – aber drei Olympiateilnahmen und die Wettbewerbe in aller Welt, da erinnert man sich gerne zurück. Noch heute bekomme ich zwei, drei Mal im Jahr Fanpost."

Habersatter baute 1964 am Königslehen Liftanlagen, war 15 Jahre in der Radstädter Stadtpolitik, in der Kammer für Seilbahnwirtschaft und Gastronomie, Richter am Arbeitsgericht in St. Johann, baute 1971 auf der Skischaukel nach Altenmarkt eine Skihütte und wurde Geschäftsführer der Liftgesellschaften in Radstadt-Altenmarkt und Zauchensee, war Mitbegründer der Sportwelt amadé, 15 Jahre deren Präsident.

Stolz ist der verheiratete Vater von fünf Kindern auf mittlerweile 18 Enkerl. Visionen hat er nach wie vor: "Wenn ich an die Pläne von Zell am See mit der Skiverbindung nach Kaprun denke, dann sollten wir die Verbindung von Radstadt, Obertauern und Zauchensee wieder ins Gespräch bringen." Habersatter bedauert, dass die Entwicklung von Radstadt "etwas stagniert, dass die Behördenverfahren heute schwer, ja fast unüberwindbar sind, und dass der Golfball bei ihm nicht mehr ganz so weit fliegt, wie bei seinen Freunden."

Sein Sohn Walter (* 1952), ebenfalls Skispringer, war mit der Silbermedaillengewinnerin im Abfahrtslauf in Innsbruck 1976, Brigitte Totschnig, verheiratet. Die Tochter Johanna führt heute den elterlichen Betrieb, Hotel Gasthof Habersatter, im Zentrum von Radstadt.

Quellen

  • Pongauer Nachrichten (Michael Hoffmann)
  • SC Radstadt [1]
  1. Salzburger Nachrichten, 9. März 2015 (Joachim Glaser)