Wolfgang Urban

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Wolfgang Urban

Dipl.-Ing. Wolfgang Urban MBA (* 3. Oktober 1966 in Mödling, ) ist seit 2006 Direktor der Nationalparkverwaltung Salzburg des Nationalparks Hohe Tauern.

Vorgestellt

Ein richtiger Salzburger ist er schon seit 1991. 2006 setzte Wolfgang Urban den nächsten Schritt. Er übersiedelte in den Pinzgau. Dorthin, wo dank Nationalparkzentrum künftig das Herz des Nationalparks Hohe Tauern besonders laut schlagen soll. Gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Kindern zog er nach Mittersill.

"Dass ich in die Region ziehe, wenn ich den Job bekommen sollte, stand für mich und die Familie schon bei der Bewerbung fest. Diesen Beruf kann man nicht von der Stadt, aus 100 Kilometern Entfernung, ausüben." Urbans Vertrag als Nationalparkdirektor ist zeitlich nicht befristet. Er sieht ihn als Lebensaufgabe. Also so nachhaltig, wie es der Nationalpark selbst ist.

Durch den Bau des Nationalparkzentrums in Mittersill sieht der begeisterte Bergsteiger und Blasmusiker (Flügelhorn) den entscheidenden Schritt getan: "Damit bekommt der Nationalpark eine Heimat. Bisher waren Verwaltung und Tourismusregion auf mehrere Standorte aufgeteilt. Das hat auch die Identifikation in der Region erschwert."

Nach Abschluss seines Studiums an der Bodenkultur in Wien und der Salzburg Management & Business School arbeitete Urban zwei Jahre in der Naturschutzabteilung des Landes, dann in der Landesforstdirektion und − in den Büros der Landesräte Sepp Eisl und Doraja Eberle als politischer Sekretär; Eberle war politisch für den Nationalpark Hohe Tauern zuständig ...

Als ersten Schritt in der neuen Funktion hat Urban das Bemühen um die internationale Anerkennung des Nationalparks forciert. Alle Verträge mit den Grundbesitzern sind unter Dach und Fach. Der Salzburger Anteil am Nationalpark ist 80 500 Hektar groß (gesamt: 180 000 Hektar). 50 000 Hektar beträgt die Kernzone in Salzburg. 40 000 Hektar sollen außer Nutzung gestellt werden. "Dafür benötigen wir vom Land weitere 650.000 Euro pro Jahr. Die Entscheidung liegt jetzt beim Landtag."

Urban stand in jungen Jahren schon auf vielen Gipfeln des Nationalparks. "Derzeit komme ich wenig zum Bergsteigen. In dieser Phase des Neustarts hat die Arbeitswoche 70 Stunden." Der Mozart-Fan beschreibt sich selbst als "überlegten Menschen. Ich bin kein Aktivist. Für die Natur setze ich mich lieber am Verhandlungstisch ein." Das war schon in der Studienzeit so. Während in der Au von Hainburg demonstriert wurde, trug er Argumente zusammen, um so Befürworter des Kraftwerks zu überzeugen, dass eine intakte Au einen größeren Wert darstellt als eine Staumauer.

"Die Natur gleicht einem Börsenkurs. Gewisse Aktien haben Bestand und legen an Wert zu, wenn man sie bewahrt. Das trifft auch auf den Nationalpark zu."

Quelle