100 Jahre Republik

2002 - das große Euro-Rechnen beginnt

Die Silvesternacht brachte den Österreichern vor allem eines: eine neue Währung. Warum der Euro in den Köpfen vieler zum Teuro wurde und er sich nie so gut für patriotische Gefühle eignen wird wie der Schilling.

Um die ersten Euro-Scheine aus dem Bankomaten zu ziehen, hieß es in der Silvesternacht oft Schlange stehen. SN/apa
Um die ersten Euro-Scheine aus dem Bankomaten zu ziehen, hieß es in der Silvesternacht oft Schlange stehen.

Von manchen herbeigesehnt, von anderen strikt abgelehnt: Mit 1. Jänner war der Euro die neue Währung der Österreicher. 13,7603 Schilling mussten ab dann in einen Euro umgerechnet werden. Mit Rechenfehlern, sagt Wirtschaftspsychologe Erich Kirchler.

Der Schilling war für viele Österreicher ein Stück Identität. Gilt das für den Euro heute auch? Erich Kirchler: Der Schilling bot als nationale Währung eine ganz andere Projektionsfläche als der Euro heute. Als Währung steht der Euro nicht für ein Land, sondern für ein Aggregat. Damit sind Nationalismen und nationale Werte nicht im Euro verankert.

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