Wirtschaft

350 neue Planstellen beim AMS, Jobabbau gestoppt

Das Arbeitsmarktservice (AMS) erhält aufgrund der Corona-Arbeitsmarktkrise 350 neue Planstellen bis Ende 2023 auf befristeter Basis. Der für heuer geplante Abbau von zusätzlichen 150 Planstellen wurde gestoppt, so Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Dienstag.

AMS bekommt mehr Personal SN/APA (Archiv)/GEORG HOCHMUTH
AMS bekommt mehr Personal

Das Arbeitsministerium und das Finanzministerium haben sich auf die Personalaufstockung beim Arbeitsmarktservice geeinigt. "Das zusätzliche Personal soll das AMS vor allem bei der Abwicklung der Kurzarbeit unterstützen", sagte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP). Rund 100 Personen der Buchhaltungsagentur des Bundes sollen dem AMS personell unter die Arme greifen. Ziel sei es, "dass das AMS bestmöglich arbeiten kann und auf einen möglichen Anstieg der Arbeitslosen- und Kurzarbeitszahlen im Herbst vorbereitet ist."

Außerdem soll das AMS technisch modernisiert werden. Arbeitsministerin Aschbacher hat den Verwaltungsrat des Arbeitsmarktservice gebeten, die derzeitige EDV- und Prozessarchitektur des AMS zu evaluieren. Treffsicheres Matching und ausreichende technische Ausstattung seien zentrale Erfolgsfaktoren für die Arbeitslosen-Vermittlung.

Der AMS-Betriebsrat hatte in den vergangenen Wochen vehement auf mehr Personal gedrängt. Die Urabstimmung über gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen läuft vom 17. August bis zum 11. September. Im Jahr 2019 beschäftigte das AMS in 104 regionalen Geschäftsstellen einschließlich sechs Zweigstellen rund 6.181 Mitarbeiter (5.540 Vollzeitäquivalente).

Die Ankündigung neuer Planstellen wurde von vielen Seiten begrüßt. "Damit ist das AMS auch im Herbst bei möglicherweise steigenden Infektions- und Arbeitslosenzahlen krisensicher und kann vor allem die Abwicklung der Kurzarbeit rasch vollziehen", sagte Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer als Vorsitzender in der Landeshauptleutekonferenz zur Personalaufstockung.

Salzburgs AK-Präsident Peter Eder zeigte sich ebenfalls zufrieden: "In der Krise haben die Beschäftigten Außergewöhnliches bei der Abwicklung einer Rekordzahl von Arbeitslosen- und Kurzarbeitsfällen geleistet. Das zusätzliche Personal wird zur Entlastung der Beschäftigten beitragen. Gleichzeitig werden Ressourcen geschaffen, um eine qualitative Betreuung der Betroffenen sicherzustellen."

Quelle: APA

WIRTSCHAFT-NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Wirtschaft-Newsletter der "Salzburger Nachrichten".

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 05.12.2020 um 10:38 auf https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/350-neue-planstellen-beim-ams-jobabbau-gestoppt-92555206

Kommentare

Schlagzeilen