Wirtschaft

Abwicklung der Kurzarbeits-Anträge sorgt für Kritik

Die Abwicklung der Kurzarbeits-Anträge sorgt für Kritik vonseiten der Opposition, nachdem am Montag Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) gesagt hatte, dass von mehr als 26.000 Anträgen über 6.600, also rund ein Viertel, bereits genehmigt seien. Abschbacher ersuchte zudem um Geduld und sagte, es werde jeder Antrag mit Sicherheit bearbeitet. Für die FPÖ ist das aber zu wenig.

Aschbacher und der Arbeitsmarktservice (AMS) würden bei der Abwicklung versagen. Sie seien "nicht in der Lage, hier rasch zu reagieren und die notwendigen Sachbearbeiter für die Kurzarbeit freizumachen beziehungsweise weitere Mitarbeiter dafür anzustellen", sagte FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch laut Aussendung vom Mittwoch. Der Ernst der Lage für die Unternehmer sowie für die Arbeitnehmer werde nicht erkannt.

Im gleichen Zusammenhang kritisierte Belakowitsch außerdem Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kurt Egger, der die Gewerkschaften für die "schleppende Behandlung der Kurzarbeitsanträge" verantwortlich machen wolle. Man "gewinne man den Eindruck, dass die ÖVP-Wirtschaftsbundlobby die Unterstützung von Arbeitnehmern und Unternehmern in der Coronavirus-Krise Linie sabotiert," hieß es in der Aussendung der FPÖ.

Egger hatte die Gewerkschaften zuvor zu rascheren Kurzarbeits-Genehmigungen aufgerufen. "In vielen Betrieben wächst die Vermutung, dass gezielt Anträge von Betrieben ohne Betriebsrat verzögert werden bzw. für die Durchsetzung von Gewerkschaftsinteressen benutzt werden," hieß es in der Aussendung des Wirtschaftsbundes. Gleichzeitig nahm Egger den AMS in Schutz: "Das AMS bemühe sich mit deutlich aufgestockter Mitarbeiterzahl, die riesige Zahl der Anträge schnellstmöglich abzuarbeiten."

Quelle: APA

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