Wirtschaft

Achte Verhandlungsrunde zu Bahn-KV startet

Bereits zum achten Mal treffen sich am Mittwochabend die Kollektivvertragsverhandler des Eisenbahn-KV. Es geht um einen Abschluss für rund 40.000 Beschäftigte in mehr als 60 Unternehmen. Die größte unter den Firmen sind mit Abstand die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Die Gewerkschaft vida droht mit Streik, sollte es heute keine Bewegung geben.

40.000 Beschäftigte arbeiten bei Eisenbahnbetrieben SN/APA (Schlager)/ROLAND SCHLAGER
40.000 Beschäftigte arbeiten bei Eisenbahnbetrieben

"Sowohl die Unternehmen als auch unsere Mitarbeiter erwarten sich von ihren Sozialpartnern sach- und lösungsorientierte Gespräche", sagte Arbeitgeber-Chefverhandler Thomas Scheiber vor Gesprächsbeginn zur APA. "Sozialpartnerschaft bedeutet auch, aufeinander zuzugehen, um ein für beide Seiten faires, vernunftbegabtes und wirtschaftlich stemmbares Ergebnis zu erzielen. Mit einem dementsprechenden Vorschlag gehen wir optimistisch und mit dem klaren Ziel eines KV-Abschlusses in die heutige Verhandlungsrunde."

Angriffig gab sich im Vorfeld vida-Chef Roman Hebenstreit auf APA-Anfrage: "Ich erwarte mir heute Bewegung und ein ernstzunehmendes Angebot. Die Zeit für lächerliche Angebote der Arbeitgeber ist endgültig abgelaufen. Die Eisenbahner sind kampfbereit."

Als "lächerliches Angebot" sehen die Arbeitnehmervertreter die 3 Prozent, die die Arbeitgeber geboten haben. Die Arbeitgeber haben ihren Mitgliedsbetrieben sogar empfohlen, die Löhne und Gehälter in diesem Umfang "freiwillig" zu erhöhen, was die Gewerkschaft noch mehr provoziert. Die vida nennt offiziell keine Lohnforderung. Dem Vernehmen nach will sie aber 5 Prozent.

Quelle: APA

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