Österreich

Amerikaner stehen auf österreichische Konsumgüter

Konsumgüter aus Österreich kommen in den USA gut an. Ob Wein, Brillen oder Spitzenwäsche, österreichische Firmen machen in den USA gute Geschäfte. Den Löwenanteil der heimischen Exporte machen freilich Maschinen und Fahrzeuge aus. Konsumgüter liegen zwischen fünf und zehn Prozent, nehmen aber zu, so der New Yorker Wirtschaftsdelegierte, Michael Friedl, am Dienstag in Wien.

Amerikaner stehen auf österreichische Konsumgüter SN/APA (Symbolbild)/HERBERT P. OCZE
Red Bull exportiert am meisten in die USA.

Anbieter im Bereich Konsumgüter und Lifestyle könnten nach wie vor von steigender Konsumnachfrage profitieren. Österreich habe einen guten Ruf, man wolle aber das "Sound of Music"-Image erweitern und Österreich auch als Technologieführerland verkaufen. "Wir versuchen auch, heimische Start-ups in die USA zu bringen", so Friedl zur APA.

Der größte Einzelexporteur ist nach wie vor Red Bull gefolgt von BMW Steyr, Glock, GM Powertrain, Magna, Baxter und voestalpine. Neben den Automobilzulieferern und Maschinenbauern ist auch die heimische Verpackungsindustrie stark auf dem US-Markt vertreten.

Bei den Konsumgütern ist besonders Wein sehr beliebt, die USA stiegen 2015 zum drittwichtigsten Abnehmer österreichischer Weine auf. "Steigerungen am amerikanischen Markt wurden darüber hinaus bei etlichen für österreichische Betriebe besonders interessanten Produktgruppen wie Müsli, Müsliriegel, Nüssen und Trockenfrüchten oder nicht gekühlten Funktionsgetränken verzeichnet", schreibt die Wirtschaftskammer in ihrem aktuellen Wirtschaftsbericht. Auch heimisches Möbeldesign wie etwa von Wittmann und Blaha komme bei den Amerikanern gut an. Licht ins Dunkel bringe Beleuchtung von Zumtobel. Beliebt sei auch Wäsche von Wolford und Glitzerndes von Swarovski.

Auch österreichische Brillen werden fleißig in die USA geliefert, neben Silhouette auch von kleineren Herstellern wie Rolf, der Brillen aus Holz, Stein und Horn fertigt. Promis wie Lady Gaga und George Clooney haben mit Brillen der Steirer Firma Andy Wolf den Durchblick.

Insgesamt haben österreichische Unternehmen etwa 680 Niederlassungen in den USA. Die Direktinvestitionen lagen 2015 bei 10,2 Mrd. Euro, dadurch seien etwa 30.000 Arbeitsplätze entstanden. Unter Trump könnte eine "Re-Industrialisierung" zu verstärkten Investitionen in Infrastruktur, Maschinen und Anlagenbau führen. Auch der Automotivsektor könne profitieren. "Eine auch in den USA ansteigende 'aging society' könnte auch jetzt schon erfolgreichen Exporten in der Medizintechnik und bei Pharmazeutika weiteren Auftrieb verleihen", so Friedl.

Quelle: APA

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