Österreich

Arbeiterkammern erstritten 2016 österreichweit 532 Mio. Euro

Die Arbeiterkammern haben 2016 österreichweit 532 Mio. Euro erstritten. Rund 272 Mio. Euro holten sie in arbeitsrechtlichen und insolvenzrechtlichen Fällen sowie im Konsumentenschutz heraus. In Sozialgerichtsverfahren, vorwiegend bei der Invaliditätspension, erstritten sie 220 Mio. Euro. Dazu gerechnet wurden in die am Freitag präsentierte Bilanz auch 40 Mio. Euro aus der Arbeitnehmerveranlagung.

AK-Präsident Rudolf Kaske: "Wir sind da, wenn wir gebraucht werden".  SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
AK-Präsident Rudolf Kaske: "Wir sind da, wenn wir gebraucht werden".

"Kurz zusammengefasst: Wir werden gebraucht und wir sind da, wenn wir gebraucht werden", sagte AK-Präsident Rudolf Kaske in einer Pressekonferenz in Wien. Die Bilanz umfasst die Leistungen aller neun Arbeiterkammern in den Bundesländern. Sie nahmen im Vorjahr durch die Pflichtbeiträge 433 Mio. Euro ein. Der durchschnittliche Kammerbeitrag betrage weniger als sieben Euro netto im Monat, rechnete die Interessensvertretung vor.

2017 will sich die Arbeiterkammer für eine Steuerstruktur-Reform einsetzen. Arbeit sei in Österreich zu hoch und Vermögen zu niedrig besteuert. Auch Wohnen müsse billiger werden. Neben einem neuen Mietrecht fordert die AK, dass die Maklerprovision vom Vermieter zu tragen ist.

Quelle: APA

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