Österreich

Arbeitslosengeld-Streichung: 2015 jeder Zehnte betroffen

Im Vorjahr wurde in Österreich in 102.431 Fällen das Arbeitslosengeld gestrichen, was bedeutet dass jeder zehnte Arbeitslose davon betroffen war. In mehr als 29.000 Fällen haben die Betroffenen gekündigt oder es wurde das Arbeitsverhältnis "infolge eigenen Verschuldens" beendet, wodurch sie vier Wochen auf den Arbeitslosengeldbezug warten müssen.

Arbeitslosengeld-Streichung: 2015 jeder Zehnte betroffen SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Mehr als 14.000 verweigerten Jobangebote.

Von den restlichen 73.000 Sperren wurden 58.694 wegen versäumter Kontrolltermine verhängt, 14.260 wegen verweigerter Job- oder Umschulungsangebote und 225 wegen Verstößen gegen die Zumutbarkeitsbestimmungen, berichtet der "Standard".

Sperren wegen Arbeitsunwilligkeit (Angebote verweigert oder Zumutbarkeitsbestimmungen verletzt) kamen im Vorjahr in Salzburg am häufigsten vor. Dort waren vier Prozent der arbeitslosen Personen, die keine Wiedereinstellungszusage hatten, von einer Sperre betroffen.

Spitzenreiter bei Sperren wegen versäumter Kontrolltermine beim AMS-Berater ist Wien. Fast jede zehnte arbeitslose Person war in Wien von einer solchen Sperre betroffen. Betroffen seien insbesondere Jugendliche.

Quelle: APA

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